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Pressespiegel

2012

DokumentindexBearbeiten

Nr
Dokument
   Datum   
Quelle
110 Kliemann 2012-12-31 General-Anzeiger (Bonn)
109 Schreiben Strizek 2012-12-13
108 Lepping 2012-12-12 Stuttgarter Nachrichten
107 Burchard 2012-12-10 tagesspiegel.de
106 Pitsinos 2012-12-08 TA NEA online (tanea.gr)
105 Kliemann 2012-12-08 General-Anzeiger (Bonn)
104 Kliemann 2012-12-07 General-Anzeiger (Bonn)
103 Kliemann 2012-12-07 General-Anzeiger (Bonn)
102 RAUE LLP 2012-12-07 PM
101 beck-aktuell 2012-12-07 beck-aktuell
100 -ry/kix 2012-12-07 Potsdamer Neueste Nachrichten
099 Plück 2012-12-07 Rheinische Post
098 Burchard 2012-12-07 Tagesspiegel
097 Vates 2012-12-06 FR-ONLINE / Berliner Zeitung
096 Verwaltungsgericht Köln 2012-12-06 Urteil
095 Verwaltungsgericht Köln 2012-12-06 PM
094 dpa 2012-12-06 div.
093 Klein 2012-12-06 General-Anzeiger (Bonn)
092 Radio Bonn/Rhein-Sieg 2012-12-04 Radio Bonn/Rhein-Sieg
091 Willcke 2012-12-04 General-Anzeiger (Bonn)
089 Verwaltungsgericht Köln 2012-12-03 Verwaltungsgericht Köln
089 Verwaltungsgericht Köln 2012-11-30 Verwaltungsgericht Köln
088 HVG.hu 2012-11-25 HVG.hu
087 Witzel 2012-10-30 STERN.DE
086 Müller-Vogg 2012-10-18 BILD.de
085 Gellner 2012-10-18 Märkische Allgemeine
084 Bewarder 2012-10-17 DIE WELT
083 Wiesenthal 2012-10-16 Homepage und Blog Helmut Wiesenthal
082 Bittner 2012-10-16 Frankfurter Allgemeine Zeitung
081 Sonnberger 2012-10-15 SPIEGEL ONLINE
080 Schmoll 2012-10-15 FAZ.NET
079 jul 2012-10-13 Stuttgarter Nachrichten
078 von Münch 2012-09-19 _Monografie
077 dapd 2012-09-10 dapd
076 Dannemann 2012-07 Forschung & Lehre
075 Schreiben Loschelder 2012-06-29
074 Stefanowitsch 2012-06-16 CARTA
073 Lahann 2012-06-05 Cicero Online
072 Michal 2012-06-03 CARTA
071 Lipka Schulz 2012-06(?) studi38.de (Braunschweig)
070 Elitz 2012-05-27 Sonntag Aktuell
069 Köppen 2012-05-13 speakUP (Potsdam)
068 Pache 2012-05-12 DIE WELT
067 Menkens 2012-05-11 WELT ONLINE
066 Braun 2012-05-11 Märkische Allgemeine
065 Kixmüller 2012-05-11 Potsdamer Neueste Nachrichten
064 Horstkotte 2012-05-10 ZEIT ONLINE
063 Kixmüller 2012-05-10 Potsdamer Neueste Nachrichten
062 Universität Potsdam 2012-05-09 PM
061 Jähner 2012-05-04 FR-ONLINE
060 Suliman 2012-05-03 Sueddeutsche.de
059 Gessat 2012-05-03 DRadio Wissen
058 Buchsteiner 2012-05-03 donaukurier.de
057 Kühne Warnecke 2012-05-03 tagesspiegel.de
056 Seesing 2012-05-02 radio96acht (Bonn)
055 McPhedran 2012-05-02 The Australian
054 Schmidt 2012-05-01 Financial Times Deutschland
053 dapd 2012-04-25 Der Westen
052 Schulzki-Haddouti 2012-04-25 evangelisch.de
051 Rosenfelder 2012-04-22 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
050 Welt Kompakt 2012-04-20 Welt Kompakt
049 Kalbe 2012-04-20 Neues Deutschland
048 Fan AP 2012-04-20 Epoch Times
047 Kotseli 2012-04-20 Greek Reporter
046 Gardner 2012-04-20 University World News
045 Chilas 2012-04-19 Το Βήμα (tovima.gr)
044 Lenta.ru 2012-04-19 Lenta.ru
043 The Local 2012-04-19 The Local
042 Horstkotte 2012-04-19 ZEIT ONLINE
041 Kliemann 2012-04-19 General-Anzeiger (Bonn)
040 Marx 2012-04-19 Märkische Oderzeitung
039 Riecker 2012-04-19 Märkische Allgemeine
038 Kixmüller 2012-04-19 Potsdamer Neueste Nachrichten
037 Universität Potsdam 2012-04-18 PM
036 Eckardt 2012-04-18 Braunschweiger Zeitung
035 Schwehn 2012-04-18 Suite101.de
034 Bewarder Kain 2012-04-18 Berliner Morgenpost
033 Bewarder 2012-04-18 WELT ONLINE
032 Trenkamp u.a. 2012-04-18 SPIEGEL ONLINE
031 Kliemann 2012-04-18 General-Anzeiger (Bonn)
030 Bamberg 2012-04-18 radio96acht (Bonn)
029 Berinski Euting 2012-04-18 uni-bonn.TV
028 Lenz 2012-04-18 WDR
027 RAUE LLP3 2012-04-18 Schriftverkehr Universität Bonn - RAUE LLP
026 RAUE LLP2 2012-04-18 PM
025 Universität Bonn 2012-04-18 PM
024 Bonner Presseblog 2012-04-17 Bonner Presseblog
023 SPIEGEL ONLINE 2012-04-15 SPIEGEL ONLINE
022 Efstratiou 2012-04-06 Η Αυγή (avgi.gr)
021 Theisohn 2012-04-04 _Monografie
020 Volmer 2012-03-23 n-tv.de
019 Mühlbauer 2012-03-16 Telepolis
018 Akalin 2012-03-13 General-Anzeiger (Bonn)
017 dapd 2012-03-05 dapd
016 Baumann 2012-03-01 FOCUS Online
015 RAUE LLP1 2012-02-29  
014 Handelsblatt 2012-02-29 Handelsblatt
013 Kliemann 2012-02-27 General-Anzeiger (Bonn)
012 Friedmann Trenkamp 2012-02-27 DER SPIEGEL
011 Falke 2012-02-25 General-Anzeiger (Bonn)
010 Landtag Brandenburg 2012-02-16 Kleine Anfrage (CDU) und Antwort Landesregierung
009 General-Anzeiger (Bonn) 2012-02-14 General-Anzeiger (Bonn)
008 Trenkamp 2012-02-07 SPIEGEL ONLINE
007 dapd 2012-01-27 dapd
006 Universität Bonn 2012-01-27 PM
005 Kolkmann 2012-01-27 Scientia Halensis
004 General-Anzeiger (Bonn) 2012-01-10 General-Anzeiger (Bonn)
003 radio96acht 2012-01-06 radio96acht (Bonn)
002 Berger 2012-01-05 Jüdische Allgemeine (Berlin)
001 Universität Bonn 2012-01-03 Facebook

DezemberBearbeiten

Jahresrückblick, Potsdamer Neueste Nachrichten, 31.12.2012, Nr. 304, S. 10

"APRIL [...] Täuschung: Die Potsdamer Honorarprofessorin Margarita Mathiopoulos verliert nach Plagiatsvorwürfen ihre Doktorwürde."


t.k. (d.i. Thomas Kliemann): Ohne Titel nach Täuschung. Unternehmerin Margarita Mathiopoulos, General-Anzeiger (Bonn), 31.12.2012, S. 6

"Schicksalsjahre eines Medienprofis: Margarita Mathiopoulos [...] promoviert 1986 in Bonn, wenig später will Willy Brandt die junge, schöne und intelligente griechischstämmige Bonner Journalistin als Sprecherin der SPD installieren. Die Basis stellt sich quer, Mathiopoulos passt, Brandt tritt als Parteichef zurück. Da fängt Mathiopoulos' Karriere erst an. Sie geht ans Aspen-Institut nach Berlin, doziert über US-Außen- und Sicherheitspolitik, wird Honorarprofessorin, arbeitet als Beraterin in Rüstungsdingen, gründet eigene Firmen. [...] Sie beriet Guido Westerwelle, war für die Liberalen aktiv. Doch zurück zum Schicksalsjahr 1986: Die Dissertation, die sie in Bonn abgab, entpuppte sich als derart mangelhaft, dass die Universität ihr im April 2012 wegen vorsätzlicher Täuschung den Doktortitel aberkennt."


Helmut Strizek: Schreiben an Wolfgang Kuhla (Kanzlei RAUE), 13.12.2012 (PDF)

"[A]m vergangenen Donnerstag [06.12.] erlebte ich als interessierter Zuschauer das Verwaltungsgerichtsverfahren im Fall von Frau Mathiopoulos in Bonn.
Ich habe sehr bedauert, dass die Kammer sich Ihren Argumenten so brutal verschlossen und in einer offenbar schon vorher getroffenen 'Stuhlentscheidung' den Antrag von Frau Mathiopoulos abgeschmettert hat.
Die kalte Schärfe des schmissigen jungen Jura-Professors als Vertreter einer Universität fand ich beklemmend. Er gab pharisäerhaft die Rolle der Inkarnation des Wissenschaftsethos. Man glaubte, er spreche über ein Schwerverbrechen, das geahndet werden müsse."


Claudia Lepping: Herr Dr. Nix. Der Bundestag beschäftigt sich mit der Frage, ob Doktortitel weiterhin in den Personalausweis eingetragen werden dürfen. Das Innenministerium hält das für verzichtbar, die Wissenschaft nicht. Was bleibt, wenn der Doktortitel aus dem Personalausweis gestrichen wird, Stuttgarter Nachrichten, 12.12.2012, S. 3

"Was auf dem ersten Blick ebenfalls nach Titelhuberei klingt, meint vereinfacht: Tabula Rasa. Die Grünen wollen die Adress-Tafel reinigen, auf der sich die meisten Promovierten in Deutschland mit dem 'Dr.' im Ausweis schmücken: Erstens sei der Doktor nicht Bestandteil des Namens; stimmt. Zweitens kein persönlicher Titel wie ein Adelstitel; auch das stimmt. Drittens sei der Eintrag international unüblich; stimmt ebenso. Viertens sei es den Meldebehörden nicht möglich, die Echtheit vor allem manch ausländischer Hochschulabschlüsse zu prüfen; stimmt zumindest für jene Unis, die nicht im Informationsportal www.anabin.kmk.org registriert sind. Und fünftens hätte eine Reihe prominenter Plagiats- und Täuschungsfälle deutlich gemacht, dass es in Deutschland offenbar Anreize gibt, den Doktor nicht als Nachweis wissenschaftlicher Qualifikation zu erlangen, sondern vorrangig zur Steigerung der gesellschaftlichen Reputation; stimmt oder stimmt nicht?

Die Reihe der Täuschungsfälle, sie stimmt: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Silvana Koch-Mehrin (FDP), ihr Partei- und EU-Parlamentarierfreund Georgios Chatzimarkakis, die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos, der Berliner Fraktionsvorsitzende Florian Graf (CDU), Dieter Jasper (CDU), mehrere Landtagsabgeordnete, die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber – und auch sein Sohn muss seine wissenschaftliche Qualifikation in Frage stellen lassen."


Amory Burchard: Margarita Mathiopoulos will um ihren Doktortitel weiter kämpfen, tagesspiegel.de, 10.12.2012 (mit Autorenkürzel -ry und u.d.T. Mathiopoulos prüft Berufung auch in: Der Tagesspiegel, 10.12.2012, S. 25)

"Margarita Mathiopoulos will Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln [...] einlegen. [...] Aus einer Erklärung ihrer Anwälte geht jetzt hervor, dass diese die Erfolgsaussichten einer Berufung am Oberverwaltungsgericht prüfen wollen. [...]
Mathiopoulos beruft sich zudem auf den Bonner Verwaltungsrechtler Wolfgang Löwer, der für eine Verjährungsfrist bei Plagiaten plädiert hat. Löwer sei 1991 Mitglied der Kommission gewesen, die die Arbeit überprüfte. Jetzt habe ihn das Gericht nicht als 'Zeitzeugen' zugelassen, heißt es."


Peter Pitsinos: Από τον Βίλι Μπραντ στα σκάνδαλα, TA NEA online (tanea.gr), 08.12.2012 (Google-Übersetzung)

"Οσοι τη γνωρίζουν, μιλούν για μια ελκυστική και πνευματώδη γυναίκα, εξαιρετικά κομψή, με προτίμηση στο μαύρο χρώμα και με βλέμμα που προβάλλει αποφασιστικότητα. Της καταλογίζουν επίσης υψηλές διασυνδέσεις, χάρη στις οποίες δεν αποκαλύφθηκε νωρίτερα η υπόθεση με τη διατριβή της, παρότι οι πρώτες ενδείξεις για τη χρήση ξένου υλικού είχαν δημοσιευθεί ήδη στις 11 Σεπτεμβρίου 1989 στο περιοδικό 'Ντερ Σπίγκελ'. Στις ενδιάμεσες δεκαετίες υπήρξαν αρκετές αναφορές από διαφορετικές πηγές για τη συγκεκριμένη υπόθεση, αλλά η διδάκτωρ του πανεπιστημίου της Βόννης αντέτεινε ότι επρόκειτο για απλή παράλειψη της καταγραφής των ξένων πηγών."


(Köpfe:), Kölnische Rundschau, 08.12.2012, S. 2

"Margarita Mathiopoulos [...], Unternehmerin und ehemalige FDP-Beraterin, weist den Täuschungsvorwurf des Verwaltungsgerichts Köln zurück [...]"


t.k. (d.i. Thomas Kliemann): Mathiopoulos kritisiert Gericht, General-Anzeiger (Bonn), 08.12.2012, S. 17

"[...] Margarita Mathiopoulos weist in einer Presserklärung den Täuschungsvorwurf des Verwaltungsgerichts Köln zurück: 'Das Gericht hat sich nicht wirklich mit meinem Fall auseinandergesetzt.' Die Begründung des Gerichts überzeuge nicht, schreiben ihre Anwälte."


Thomas Kliemann: Täuscher, hört die Signale!, General-Anzeiger (Bonn), 07.12.2012, S. 13

"Die jetzt abgewiesene Klage von Margarita Mathiopoulos gegen die Aberkennung ihres Doktortitels, hat Signalcharakter. Vorsätzliche Täuscher und schludrige Wissenschaftsarbeiter sind gewarnt: Eine mangelhafte oder erschlichene Dissertation kann ans Licht kommen, selbst Jahrzehnte nach der Promotionsprüfung. Je raffinierter die Untersuchungsmethoden werden, umso enger wird es für Plagiatoren. Jetzt nach einer Verjährungsregelung zu rufen, wäre das falsche Signal."


Thomas Kliemann: Margarita Mathiopoulos unterliegt vor Gericht, General-Anzeiger (Bonn), 07.12.2012, S. 13

"Margarita Mathiopoulos war nicht anwesend. Sie sei erst am Vortag krank aus dem Südsudan zurück gekommen, erklärte ihr Anwalt Wolfgang Kuhla. [...]
Gärditz sprach von einem 'flächendeckenden Auftreten der Fehler', verwies auf die qualitative und quantitative Fülle der beanstandeten Passagen und darauf, dass dieses Ausmaß 1990/91 bei der ersten Prüfung noch nicht zu erfassen war.
Im vollen Umfang folgte das Gericht seiner Argumentation. Der Anwalt der Klägerin konnte sich weder damit durchsetzten, den Uni-Beschluss von 1991 [...] als nicht revidierbar zu werten, noch eine Art Verjährung greifen zu lassen [...]
Schließlich mochte Richter Becker sich nicht auf Kuhlas wissenschaftsphilosophische Argumentation einlassen, wonach zwischen dem 'archäologischen' also handwerklichen Bestandteil einer Dissertation und der 'originellen Idee' zu unterscheiden sei.
Im ersten Teil seien Fehler nicht so schlimm. Man hätte also Mathiopoulos' Arbeit im Nachhinein schlechter benoten können. In diesem Fall aber, so Uni-Anwalt Gärditz, hätte man die inkriminierte Arbeit dennoch als Dissertation anerkannt. Das gehe nicht.
Kuhla ließ offen, ob man beim Oberlandesgericht [korrekt: Oberverwaltungsgericht] Münster in die Berufung gehe."


RAUE LLP (Wolfgang Kuhla/Jan Hegemann): Presseerklärung, via mathiopoulos.de, 07.12.2012

"Die mündlich vorgetragene Begründung des Verwaltungsgerichts Köln, das gestern nach kurzer Verhandlung die Klage unserer Mandantin abgewiesen hat, überzeugt uns aus mehreren Gründen nicht, denn dieser Fall unterscheidet sich gravierend von allen anderen Fällen und wirft komplexe Rechtsfragen auf." (S. 1)

"Nach Überzeugung der damaligen Gremien fehlte Margarita Mathiopoulos die Täuschungsabsicht. Sie hat deshalb nicht getäuscht. Diese [...] im Jahr 1991 getroffene Entscheidung bindet nach unserer Auffassung auch die heutigen Universitätsgremien.
Wir werden nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsgründe die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen." (S. 2)

"Da die Philosophische Fakultät bei ihrer Entziehungsentscheidung die Möglichkeit einer Notenherabsetzung nicht einmal erwogen hat, halten wir den Bescheid auch wegen eines Ermessensausfalls für rechtswidrig." (S. 3)


VG Köln: Uni Bonn durfte Margarita Mathiopoulos den Doktorgrad entziehen, beck-aktuell, 07.12.2012

"Die Entscheidung der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Margarita Mathiopoulos den im Jahr 1986 verliehenen Doktorgrad zu entziehen, ist rechtmäßig. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln mit einem Urteil vom 06.12.2012 entschieden. Die Fakultät habe zutreffend angenommen, dass die Klägerin eine Täuschung begangen habe."


-ry/Kix (d.i. Jan Kixmüller): Mathiopoulos verliert Streit um Titel. Kölner Gericht: Plagiat eindeutig nachgewiesen, Potsdamer Neueste Nachrichten, 07.12.2012, S. 29

"Mathiopoulos droht auch ihre Honorarprofessuren an den Universitäten in Potsdam und Braunschweig zu verlieren. 'Der Vorratsbeschluss des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam vom Mai dieses Jahres gilt weiterhin', sagte die Potsdamer Uni-Sprecherin Birgit Mangelsdorf. Der Fakultätsrat hatte damals beschlossen, Mathiopoulos aus der Honorarprofessur zu verabschieden, wenn die Entscheidung rechtskräftig wird. [...]
Dass Mathiopoulos nun gut 20 Jahre nach dem ersten Verfahren und 25 Jahre nach Fertigstellung der Arbeit belangt wurde, ist für die Kölner Richter ausdrücklich kein 'Ermessensfehler' der Universität."


Maximilian Plück: Margarita Mathiopoulos ... unterliegt erneut im Titel-Streit, Rheinische Post, 07.12.2012, Nr. 285

"Über die beeindruckende Karriere der Tochter griechischer Einwanderer, eines Auslandskorrespondenten und einer Archäologin, legt sich aber – nun auch juristisch verbrieft – ein Schatten: Mathiopoulos scheiterte mit einer Klage gegen die Entziehung ihres Doktortitels."


Amory Burchard: Gericht: Mathiopoulos verlor den Doktortitel zu Recht, Der Tagesspiegel, 07.12.2012, S. 28

"Das Verwaltungsgericht Köln hat die Entscheidung der Universität Bonn bestätigt, der FPD-Politikerin Margarita Mathiopoulos den Doktortitel zu entziehen. Die Plagiate seien ihr eindeutig nachgewiesen worden. [...] Mathiopoulos habe 'weite Passagen ihrer Dissertation wörtlich aus fremden Werken übernommen', ohne diese eindeutig zu kennzeichnen.
Die Fakultät habe nach umfangreichen Erwägungen 'zu Gunsten und zu Lasten der Klägerin' richtig entschieden."


Daniela Vates: Plagiieren verjährt nicht, FR-ONLINE, 06.12.2012 (auch in: Berliner Zeitung, 07.12.2012, Nr. 287, S. 2)

"320 handwerkliche Fehler in einer wissenschaftlichen Arbeit, das ist ja auch wirklich ein bisschen zu viel, um als Schlamperei durchzugehen. Und selbst wenn sie tatsächlich 320 Mal fremde Gedanken nur aus Versehen mit eigenen verwechselt hat – damit könnte sie vielleicht Kurse in Kreativem Schreiben geben. Einen akademischen Titel verdient solches Arbeiten nicht.
Die Bedeutung des Mathiopoulos-Urteils geht noch an einem anderen Punkt über den Einzelfall hinaus: Das Gericht hat bestätigt, dass Plagiieren in der Wissenschaft nicht verjähren [sic]. […] Für Mathiopoulos gibt es übrigens kaum Grund zu klagen. Sie hatte 25 Jahre Zeit, aus ihrem Doktortitel Profit zu schlagen. Und sie hat es getan."


Verwaltungsgericht Köln: Urteil im Verfahren Mathiopoulos ./. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Az. 6 K 2684/12, 06.12.2012 (zwischen 05. und 11.01.2013 veröffentlicht; auch in: Zeitschrift für Verwaltungsrecht Online, Online-Dokument Nr. 11/2013, ab 16.01.2013)

"I. Die zulässige Klage ist unbegründet.
Der Bescheid der Beklagten vom 18.04.2012 ist rechtmäßig und verletzt die Klägerin nicht in eigenen Rechten [...]. Ihr ist der Doktorgrad zu Recht entzogen worden.

[...]

aa) Die Klägerin hat bei Erstellung der Dissertation eine Täuschung begangen. Wahrheitswidrig hat sie in ihrem Gesuch auf Zulassung zur Doktorprüfung an Eides Statt versichert, die Stellen der Arbeit [...], die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen worden seien, in jedem einzelnen Fall als Entlehnung kenntlich gemacht zu haben. Tatsächlich hat die Klägerin an den von der Beklagten im angefochtenen Bescheid detailliert bezeichneten und exemplarisch für die Arbeitsweise der Klägerin angeführten Passagen [...] die dem Wortlaut nach entnommenen Stellen ihrer Arbeit nicht oder nicht hinreichend kenntlich gemacht und so als eigene Leistung ausgegeben. Entsprechende Verstöße durchziehen die gesamte Arbeit. Die Kammer nimmt dazu Bezug auf den angefochtenen Bescheid und teilt die Einschätzung der Beklagten. Die von der Beklagten im Einzelnen gerügten Formulierungen stellen sich dem Leser als Text der Klägerin dar. In Wahrheit aber (und für den Leser nicht ohne Weiteres erkennbar) handelt es sich um wortwörtliche Übernahmen fremder Texte. Allein diese fehlende Kenntlichmachung in dem von der Beklagten festgestellten erheblichen Umfang führt dazu, dass zwischen der von der Klägerin abgegeben Erklärung im Rahmen ihres Zulassungsgesuchs und der von ihr verfolgten Verfahrensweise bei der Erstellung der Dissertation erhebliche Unterschiede bestehen. Die von der Klägerin im Laufe des gerichtlichen Verfahrens zu einzelnen Plagiatsvorwürfen erhobenen Einwände rechtfertigen nicht im Ansatz eine abweichende Beurteilung. Die Kammer hat alle Einwände überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Einschätzung der Beklagten, in den thematisierten Fällen könne von einer hinreichenden Kenntlichmachung keine Rede sein, zutreffend ist. Die Kammer teilt ferner die Ansicht der Beklagten, dass Entlehnungen auch dann hinreichend kenntlich gemacht werden müssen, wenn es sich um Textpassagen handelt, in denen keine eigene Lösung oder Wertung, sondern lediglich vorhandenes fremdes Wissen dargestellt wird. Richtig ist zwar die in der mündlichen Verhandlung hervorgehobene Einschätzung der Prozessbevollmächtigten der Klägerin, reproduzierende Textpassagen machten regelmäßig den weit überwiegenden Teil einer Dissertation aus. Richtig ist aber auch, dass die Reproduktion fremder Inhalte ebenfalls von eigenen Wertungen geprägt ist und deshalb genau so den wissenschaftlichen Zitierregeln unterliegt wie die Schöpfung gänzlich neuen Inhalts.

bb) Aufgrund der quantitativ und qualitativ massiven Täuschung sind die für die Entscheidung zuständigen Gutachter sowie die Prüfungskommission über die urheberrechtliche Zuordnung der fraglichen Textpassagen in die Irre geführt worden.

cc) [...] Unzutreffend ist die in diesem Zusammenhang geltend gemachte Einschätzung der Klägerin, ihr könne allenfalls ein Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden. Die Zitierpraxis der Klägerin an den im angefochtenen Bescheid eingehend wie zutreffend gewürdigten Textpassagen lässt vielmehr den Schluss zu, dass die Klägerin die Entlehnungen aus fremden Texten absichtlich verschleiern wollte. [...]

ff) Die von den Beteiligten ausführlich thematisierte Bindungswirkung der Mitteilung aus dem Jahre 1991 spielt auf Voraussetzungsebene des § 20 Abs. 2 PromO keine Rolle. [...]

b) [...] Namentlich der von der Klägerin erhobene Befangenheitsvorwurf [...] ist unberechtigt, ohne dass dies aus Sicht des Gerichts einer weiteren Darlegung bedarf. [...]

bb) Überschritten sind die gesetzlichen Grenzen des Ermessens auch nicht durch den Umstand, dass Inhaber eines Doktorgrades einerseits und Inhaber von Bachelor- und Mastertiteln andererseits durch die Philosophische Fakultät unterschiedlichen Fristenregelungen unterworfen werden. Diese unterschiedliche Ausgestaltung verstößt nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Selbst wenn die beiden Titelgruppen – was zweifelhaft ist – trotz ihrer unterschiedlichen Zielrichtungen vergleichbar sein sollten, wäre die Ungleichbehandlung gerechtfertigt. Sachlicher Grund für die Fristenregelungen in den Bachelor- und Masterprüfungsordnungen sind die in nahezu allen Fällen dieser Art eintretenden massiven Auswirkungen einer Entziehung des berufsqualifizierenden Abschlusses auf die Berufsfreiheit der Betroffenen. Das ist in dieser Massivität bei der Entziehung von Doktorgraden nur in wenigen Fällen zu befürchten. Diese wenigen Fälle können ohne Weiteres im Rahmen der allgemeinen Ermessensprüfung angemessen gelöst werden. In diesem Rahmen wird allerdings ebenfalls zu berücksichtigen sein, dass im Promotionsbereich der wissenschaftliche Ruf der Hochschule und damit zugleich das ihr zustehende Recht auf Wissenschaftsfreiheit in ganz besonderem Maße betroffen ist. Dissertationen sind – anders als Arbeiten in Bachelor- und Masterprüfungen – zur Veröffentlichung vorgesehen und meist noch Jahrzehnte später abrufbar, so dass insoweit ein deutlich höheres und über Jahrzehnte andauerndes Interesse besteht, Plagiate aus dem Wissenschaftsbetrieb wieder herauszunehmen. Schließlich hat die Promotion als in erster Linie wissenschaftliche Arbeit eine andere Zielrichtung als Bachelor- oder Masterabschlüsse, die (in erster Linie) den Berufszugang vermitteln sollen. Das hat die Beklagte in der Klageerwiderung zutreffend dargelegt. Hierauf wird Bezug genommen.

cc) [...] Dem Interesse an der effektiven Durchsetzung der Regeln wissenschaftlichen Arbeitens hat die Beklagte gegenüber den Interessen des Klägers den Vorrang eingeräumt. Dies ist nicht zu beanstanden.

dd) [...] Die Klägerin durfte nicht darauf vertrauen, dass nicht mehr gegen sie eingeschritten werde. Dazu hatte sie auch nicht aufgrund des Schreibens aus dem Jahre 1991 Anlass. Aus dieser Mitteilung durfte sie nur schließen, dass derzeit nicht eingeschritten werde, nicht aber, dass auch in Zukunft so verfahren werde. Im Übrigen ist der Klägerin die Entziehung des Doktortitels zumutbar. Sie hat dies durch ihre quantitativ und qualitativ massiven Täuschungen im Rahmen der Verleihung des Grades selbst zu verantworten. [...]"


Verwaltungsgericht Köln: Klage gegen Entziehung des Doktorgrads erfolglos (Pressemitteilung), 06.12.2012

"Das Verwaltungsgericht hat die […] Klage abgewiesen. Die Philosophische Fakultät habe zutreffend angenommen, dass die Klägerin eine Täuschung begangen habe. Sie habe weite Passagen ihrer Dissertation wörtlich aus fremden Werken übernommen, ohne diese eindeutig und entsprechend den Regeln wissenschaftlicher Arbeit zu kennzeichnen. Dadurch habe sie verschleiert, dass große Teile der Dissertation abgeschrieben seien. Zugleich habe sie billigend in Kauf genommen, dass die Prüfer dem Irrtum unterliegen, dass es sich um eigene Gedanken und Ausführungen handele. Die Entscheidung der Philosophischen Fakultät sei auch ansonsten nicht zu beanstanden. […] Insbesondere sei es nicht ermessenfehlerhaft, den Doktorgrad unter Abwägung aller Aspekte des Einzelfalles nach so langer Zeit zu entziehen. Insoweit stehe auch nicht die Entscheidung der Philosophischen Fakultät von 1991 entgegen.“


Medienberichte meist gleichen oder ähnlichen Inhalts auf der Basis einer dpa-Agenturmeldung vom 06.12.2012 (ca. 13:30) sowie von weiteren Agenturmeldungen, u.a.:



rik (d.i. Rita Klein): Mathiopoulos kämpft um Doktortitel. Klage gegen Entzug durch Uni Bonn, General-Anzeiger (Bonn), 06.12.2012, S. 19

"Für sie steht einiges auf dem Spiel: Der gebürtigen Bonnerin, die 1986 promovierte, droht überdies der Verlust ihrer Honorarprofessuren in Potsdam und Braunschweig, die sie derzeit noch innehat."


FDP-Frau Mathiopoulos will Doktor zurück, Radio Bonn/Rhein-Sieg, 04.12.2012

"Die Klage der FDP-Beraterin ging beim Verwaltungsgericht Köln ein, wird aber am Landgericht Bonn verhandelt."


Holger Willcke: Mathiopoulos will ihren Doktortitel zurück, General-Anzeiger (Bonn), 04.12.2012, S. 13

"Das Kölner Verwaltungsgericht verhandelt über die Klage der FDP-Beraterin. Die Sitzung ist die erste des Verwaltungsgerichts in den Räumen des Bonner Landgerichts.
[...] Für die akademische Karriere hatte die Aberkennung des Doktortitels Folgen: Die Universitäten in Braunschweig und Potsdam haben Mathiopoulos die Honorarprofessur entzogen."

(Anmerkungen:

  • Nach Bekunden der Universitäten Braunschweig und Potsdam ist eine Widerrufung der jeweiligen Honorarprofessur bisher nicht erfolgt und von einer rechtskräftigen Entziehung des Doktorgrads abhängig.
  • Der Text erschien – mit späterer Korrektur der Angaben über die Honorarprofessuren – zumindest online auch beim Rhein-Sieg-Anzeiger – ksta.de u.d.T.: Klage gegen Entzug durch Uni Bonn.)

Verwaltungsgericht Köln: Verwaltungsgericht Köln verhandelt im Landgericht Bonn (Pressemitteilung), 03.12.2012

"Bei der ersten auswärtigen Sitzung des Verwaltungsgerichts im Landgericht Bonn wird sich die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts unter Vorsitz des Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichts Köln, Andreas Becker, unter anderem mit einem Verfahren befassen, in dem sich die Klägerin gegen die Entziehung des Doktorgrades durch die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wendet."

NovemberBearbeiten

Verwaltungsgericht Köln: Pressemitteilung, Nr. 41, 30.11.2012 "Die folgende Zusammenstellung enthält [...] die für die nächste Monatshälfte vorgesehenen öffentlichen Verhandlungen des Verwaltungsgerichts, soweit sie aus gerichtlicher Sicht von allgemeinem Interesse sein könnten.

Termine Dezember/1. Hälfte
Verhandlungstermine des Verwaltungsgerichts Köln am 06.12.2012 in den Räumen des Landgerichts Bonn – Saal S 1.20 (Saalbau)

10.00 Uhr
Az.: 6 K 2684/12
M. ./. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Klägerin wendet sich gegen einen Bescheid der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, mit dem die Beklagte ihr den durch die Philosophische Fakultät der Beklagten verliehenen Doktorgrad entzogen hat."


Nem számít hungarikumnak a plagizálás, HVG.hu, 25.11.2012 (engl. Google-Übersetzung)

"Karl-Theodor zu Guttenberg, Silvana Koch-Merin [sic], Jorgo Chatzimarkakis, Matthias Pröfrock, Veronica Sass, Uwe Brinkmann, Bijan Djir-Sarai, Margarita Mathiopoulos. A németek vagy szeretnek másolni, vagy csak jobban értenek az ügyek kinyomozásához, mint mások."

OktoberBearbeiten

Holger Witzel: Schnauze, Wessi! Fälscher, Blender, Schwindel-Westler, STERN.DE, 30.10.2012

"Hochstapelei scheint keine ostdeutsche Neigung zu sein. Oder fällt Karriere-Schummelei bei ihnen nur nicht auf, weil ohnehin niemand wichtige Posten bekleidet? [...]
Wieso aber – und damit wieder zum Kern dieser lediglich populärwissenschaftlichen, von mir aus auch populistischen Hypothese – stammt kein verdächtiger Abschreiber aus dem Osten, selbst wenn man sie dort Scharlatan oder Minister nennt?
Richtig übel wird es, wenn sie neben Unvermögen oder Faulheit auch noch über ihre wahre Herkunft hinwegtäuschen. So ist stets von einer 'Potsdamer' Honorarprofessorin die Rede, obwohl die ihren Doktortitel wegen 'bewusster Irreführung' in Bonn zurückgeben soll."


Hugo Müller-Vogg: Anonyme Denunzianten sind keine Helden, BILD.de, 18.10.2012

"Der anonyme Internetangriff ist zum politischen Kampfmittel geworden. Bisher wird es vor allem gegenüber Politikern mit Doktortiteln eingesetzt – jedenfalls dann, wenn sie der Union oder der FDP angehören: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Silvana Koch-Mehrin, Jorgo Chatzimakakis, Margarita Mathiopoulos (FDP), Bernd Althusmann, Annette Schavan (CDU)."


gel (d.i. Torsten Gellner): Plagiatsaffären in Brandenburg, Märkische Allgemeine, 18.10.2012

"[...] Die Politologin Margarita Mathiopoulos geriet als Ehrenprofessorin der Uni Potsdam ebenfalls im Sommer 2011 ins Visier der Prüfer. Die Universität Bonn, wo die Beraterin promoviert hatte, entzog ihr im April 2012 den Titel. Matthiopolous [sic] kündigte eine Klage an. Solange der Streit nicht ausgefochten ist, darf sie Honorarprofessorin in Potsdam bleiben."


Manuel Bewarder: Überall nur Verlierer. An Schavan klebt der Plagiatsverdacht – und die Uni Düsseldorf steht als verantwortungslose Institution da. Hochschule stellt Strafanzeige wegen Verdachts der Weitergabe vertraulicher Informationen, WELT ONLINE (auch in: DIE WELT, 17.10.2012, Nr. 243, S. 5)

"Die Universität steht als politischer Handlanger da, der Rücktrittsforderungen von politischen Gegnern Schavans erst möglich gemacht hat. Egal, wie das Verfahren ausgeht: Kein Ergebnis wird als unabhängig akzeptiert werden. Dabei sah es in den vergangenen Monaten so aus, als habe die Universität Düsseldorf aus den Fehlern vergangener Plagiatsverfahren gelernt. Andernorts gelangten immer wieder Gutachten oder Mehrheitsmeinungen von Ausschüssen an die Medien. Welche Folgen eine solche Offenheit haben kann, lernten die Hochschulen im Sommer kennen, als es darum ging, wie sich die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos gegen die Aberkennung ihres Doktortitels wehrt. Aufgrund mehrerer detaillierter Berichte im Zuge des laufenden Verfahrens gegen Mathiopoulos rieten die Anwälte ihr, eine persönliche Haftung der Gremienmitglieder der Universität Bonn wegen 'massiver Schädigung' der Reputation zu prüfen. Davon wussten die Düsseldorfer. Wer sich in den vergangenen Monaten und Wochen an der Universität umhörte, bekam allein die Aussage 'kein Kommentar' zu hören. Alles sah nach einem sauberen Verfahren aus."


Helmut Wiesenthal: Schavan – eine anständige Plagiatorin?, hwiesenthal.wordpress.com (Homepage und Blog), 16.10.2012 (auch in: CARTA, 23.10.2012)

"Wenn man den Fall Schavan mit anderen Fällen vergleicht, die seit 2011 bekannt geworden sind (Koch-Mehrin, Chatzimarkakis, Althusmann, Mathiopoulos u.a.), kommt man nicht umhin, ein gemeinsames Muster zu entdecken – und zwar auf beiden Seiten, bei den Doktoranden wie den Doktorvätern bzw. Gutachtern. Was die Doktoranden angeht, fällt ihre deutliche Wissenschaftsferne auf. Keiner von ihnen hatte ernsthafte Ambitionen, nach dem Studium im Wissenschaftssystem zu arbeiten. Sie wussten selbst, dass sie aufgrund ihrer bescheidenen Studienleistungen kein Stellenangebot erwarten konnten. Das hatten sie auch gar nicht im Sinn. Mit der Promotion ging es ihnen nur um den Doktortitel. Um Anerkennung, Karriere und Einkommen außerhalb der Wissenschaft. Und das blieb der anderen Seite, den Doktorvätern und Gutachtern, nicht verborgen."

(Anmerkung: Margarita Mathiopoulos strebte Ende der 1980er Jahre eine Habilitation an.)


Wolfgang Bittner: Der beliebteste deutsche Vorname, FAZ.NET, 16.10.2012 (auch in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2012, Nr. 241, S. 25)

"Es ist eigentlich ganz einfach: Täuschen kann man nur mit Absicht. Und wer nicht wissenschaftlich arbeiten kann, sollte auch keinen Doktortitel bekommen. [...]
In die öffentliche Diskussion gerieten das Urheberrecht und damit das Plagiatsdelikt durch die umfangreiche Aneignung fremden geistigen Eigentums in wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere in Dissertationen. Dabei handelte es sich nicht um Nachlässigkeiten, um 'Schwächen' oder 'Mängel' einer Doktorarbeit, wie beispielsweise die Europa-Parlamentarierin Silvana Koch-Mehrin (FDP) [...] reklamierte. Sie war bei weitem nicht die Einzige, die sich so aus der Affäre zu ziehen gedachte.
[...] Die Unternehmerin Margarita Mathiopoulos berief sich auf 'Flüchtigkeitsfehler', [...]"


Erwähnungen in zahlreichen Medienberichten im Rahmen der Berichterstattung über Plagiatsvorwürfe gegen die Dissertation von Annette Schavan, u.a.:

  • Christian Kerl: Mit Guttenberg kamen die Plagiatejäger, Der Westen, 15.10.2012 ("Im April 2012 erkannte die Universität Bonn der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos den Doktortitel ab – die Prüfer hatten mehr als 320 Stellen gefunden, in denen nicht ordnungsgemäß zitiert wurde.")
  • Thomas Kliemann: Person und Gewissen. Plagiats-Vorwurf gegen Schavan, Kölnische Rundschau, 15.10.2012 ("[...] sollte sich erhärten, was ein Universitäts-Gutachter 'das charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise' nennt und mit 60 Plagiatsstellen auf 351 Seiten der Dissertation zu belegen versucht, haben wir einen zumindest politisch weit schlimmeren Fall als die zurückliegenden Plagiatsaffären von zu Guttenberg bis Mathiopoulos: [...]") (auch in: General-Anzeiger (Bonn), 15.10.2012, S. 2)
  • Ulrich Lüke: Schavans Grenzfall. Die Vorwürfe gegen die Bundesbildungsministerin werden konkreter, General-Anzeiger (Bonn), 15.10.2012, S. 2 ("[...] das Beispiel anderer Politiker unter Plagiatsverdacht zeigt, dass am Ende auch die Gerichte entscheiden könnten. Silvana Koch-Mehrin (FDP), die ihren Heidelberger Doktor 2011 verlor, klagt dagegen vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe. Margarita Mathiopoulos, der die Uni Bonn im April den Titel aberkannte, will klagen. [...]")
  • Plagiate in der Politik, Rheinische Post, 15.10.2012, Nr. 240 ("Mehrere Politiker mussten ihren Titel abgeben, darunter: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die ehemalige Vizepräsidentin des Europaparlaments Silvana Koch-Mehrin (FDP), der Europa-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkakis (FDP), die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos und der Bundestagsabgeordnete Bijan Djir-Sarai (FDP).")
  • Wenn Politiker über Doktortitel stolpern, SÜDKURIER Online, 15.10.2012; Kölnische Rundschau, 15.10.2012; Kölner Stadtanzeiger, 15.10.2012; Stuttgarter Nachrichten, 15.10.2012, S. 2 ("Die FDP-Beraterin verlor im April 2012 ihren Doktortitel, weil sie bei ihrer Dissertation abgeschrieben haben soll. Der Rat der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn beschloss den Entzug. Mathiopoulos' Anwälte kündigten eine Klage an. Sollte der Entzug rechtskräftig werden, will ihr die Universität Potsdam eine gültige Honorarprofessur entziehen.")

Heike Sonnberger: Plagiatsaffäre der Bildungsministerin. Schavan muss um Honorarprofessur bangen, SPIEGEL ONLINE, 15.10.2012

"Die FU Berlin steht nun vor der Entscheidung, die die TU Braunschweig und die Universität Potsdam bereits vor einigen Monaten in einer anderen Plagiatsaffäre fällen mussten. Die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos soll in ihrer Doktorarbeit aus anderen Quellen abgeschrieben haben. Die Uni Bonn will ihr den Doktortitel entziehen. Mathiopoulos kämpft vor Gericht dafür, ihn trotzdem behalten zu dürfen.
Sollte sie verlieren und der Titelentzug rechtskräftig werden, wollen die beiden anderen Hochschulen ihr auch die Honorarprofessuren wegnehmen."


Heike Schmoll: Studien zum Herumdoktorieren. Plagiatjäger und ihre Beute, FAZ.NET, 15.10.2012 (mit UT Das Verhalten von Plagiatsjägern und ihrer Beute auch in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2012, Nr. 241, S. 3)

"Mit Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat begonnen, was für die FDP-Politiker Silvana Koch-Mehrin, Georgios Chatzimarkakis, die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos, den Berliner Fraktionsvorsitzenden Florian Graf (CDU) und so manchen anderen Landtagsabgeordneten sowie den Sohn und die Tochter Edmund Stoibers mit dem Entzug des Doktortitels endete."


Das lass ich andere machen, Stuttgarter Nachrichten, 13.10.2012, S. 47

"Es gibt viele Dinge im Alltag, die man vor gar nicht so langer Zeit noch selber gemacht hat und heute machen lässt, weil man nicht mehr dazu kommt oder schlicht zu faul ist. Ein paar Beispiele:
[...] Doktorarbeit: Büffeln, bis der Kopf raucht, sich durch Fach- und Sekundärliteratur lesen, schon veröffentlichte Gedanken und Erkenntnisse per Fußnoten kenntlich machen: Für wissenschaftliches Streben fehlt und fehlte den Aufstrebenden und Emporgekommenen die Zeit. Zum Doktor kommen sie – wenigstens vorrübergehend [sic] – dennoch. [...] Auch die früher von SPD-Politikern umschwärmte Margarita Mathiopoulos musste ihren Doktortitel wegen Plagiats abgeben. Die Uni Bonn pochte drauf. Politiker und Politikerinnen scheinen sich besonders gern mit fremden Federn zu schmücken, wenn es um ihren akademischen Grad geht. Entdeckt wird ihre Bequemlichkeit, weil andere umso fleißiger sind. [...] (jul)"

SeptemberBearbeiten

Ingo von Münch: Gute Wissenschaft, Berlin 2012, S. 111 (Inhaltsverzeichnis)

"Andere aus der Politik bekannte Doktores, die sich einem Plagiatsvorwurf ausgesetzt sahen, waren neben Guttenberg (CSU) – hier in alphabetischer, nicht in chronologischer Reihenfolge genannt – Bernd Althusmann (CDU), Georgios Chatzimarkakis (FDP), Florian Graf (CDU), Silvana Koch-Mehrin (FDP), Margarita Mathiopoulos (früher SPD, jetzt FDP)74 und Annette Schavan (CDU)75. Bei der Aufzählung dieser Namen fällt auf, dass offensichtlich nur Politiker, die der CDU, der CSU oder der FDP angehören, ins Visier der Nachprüfer gelangten, aber keine Politiker von SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN oder der Partei DIE LINKE.

74 Im April 2012 entschied die Universität Bonn, den Doktortitel von Margarita Mathiopoulos wegen Täuschung abzuerkennen, mehr als zwanzig Jahre nach ihrer Promotion mit einer Arbeit über 'Amerika. Das Experiment eines [sic] Fortschritts.' Die Anwälte von Frau Mathiopoulos haben die Klage gegen den Entzug des Doktortitels angekündigt, s. Notiz Mathiopoulos verliert Doktortitel, in: FAZ Nr. 2 [sic] v. 19.4.2012, S. 6 (mit Hinweis auf die Nachforschung der Internet-Plattform 'VroniPlag')."

(Anmerkungen:

  1. Margarita Mathiopoulos war bis zu ihrem Eintritt in die FDP 2002 parteilos.
  2. Plagiatsvorwürfe wurden im VroniPlag Wiki u.a. auch gegenüber der Dissertation des Leipziger Jugendamtsleiters Siegfried Haller (SPD) bzw. der von Uwe Brinkmann (ehem. Juso-Kreisvorsitzender) erhoben. In beiden Fällen erfolgte eine Aberkennung des Doktorgrads.)

Weitere Medienberichte gleichen oder sehr ähnlichen Wortlauts auf der Basis der dapd-Agenturmeldung vom 10.09.2012:


Mathiopoulos kämpft juristisch um ihren Doktortitel, dapd, 10.09.2012, 2:45 PM GMT

"Nach ihrer Klage gegen die Entscheidung der Universität Bonn werde das Verwaltungsgericht Köln am 6. Dezember über den Fall beraten, sagte ein Gerichtssprecher am Montag der Nachrichtenagentur dapd in Köln. Ein Beschluss werde höchstwahrscheinlich noch am selben Tag getroffen."

JuliBearbeiten

Gerhard Dannemann (Contra): Pro & Contra: Verjährungsfrist für Plagiatsvergehen?, Forschung & Lehre, Nr. 7 (Juli) 2012

(auch u.d.T.: Promotionsbetrug darf nicht verjähren!, SPIEGEL ONLINE, 16.07.2012)

"Nicht nur unentdeckte, auch unzulänglich ermittelte Altfälle dürften weitaus zahlreicher und gravierender sein als bisher vermutet. Zwei auf VroniPlag dokumentierte Fälle von Hochschullehrern, die in ihren Dissertationen jeweils auf ca. 45 Prozent der Seiten plagiiert haben, zeigen dies allzu beschämend. Im Fall M.M. wurde im ersten Entzugsverfahren das Ausmaß der Plagiate mit nur fünf Prozent der Seiten grotesk unterschätzt und daher voreilig der Doktorgrad bestätigt."

JuniBearbeiten

Wolfgang Loschelder: Schreiben an Margarita Mathiopoulos, 29.06.2012 (PDF))

"Natürlich habe ich das Geschehen um Ihre Dissertation in Bonn (meiner Heimatuniversität) und die – sich jedenfalls andeutenden – Weiterungen in Potsdam verfolgt, – wie Sie sich denken können, mit großem Unbehagen. Denn einzelne eklantante – und klare – Fälle, die in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, sind das eine, die Instrumentalisierung des Problems zu unlauteren Zwecken in breitem Umfang und eine allgemeine Hysterie ist das andere.
Was Ihren Fall angeht, so kann ich natürlich zur fachlichen Seite nichts sagen. [...] Was aber die rechtliche Seite anbetrifft, so bin ich mit Ihren Anwälten völlig einer Meinung: Es ist schon sehr erstaunlich, wie die Philosophische Fakultät einen Fall, den sie 1991 offenbar verbindlich – und mit eingehender Begründung und gestützt auf umfängliche Gutachten – abgeschlossen hat, zwanzig Jahre später wieder aufgreift und nunmehr in völlig anderer Weise, zum Nachteil der Betroffenen, entscheidet. Dabei hat sich, wie Ihre Anwälte meines Erachtens zu Rechts [sic] ausführen, in der Zwischenzeit kein neuer Sachstand ergeben. In diesem Punkt würde ich sogar noch einen Schritt weitergehen als Ihre Anwälte. Da die Fakultät seinerzeit – 1991 – offenbar von einem durchgehenden methodischen Fehler in der Zitierweise ausgegangen ist – der den Vorwurf der Täuschung aber nicht trage –, kommt es gar nicht darauf an, ob und in welchem Umfang die neuerlichen angeblich unkorrekten Zitate im Ausgangsverfahren erörtert worden sind oder nicht. Denn die Feststellung eines durchgehenden methodischen Fehlers deckt diesen Komplex insgesamt ab. Und Aspekte von anderer Qualität sind ja nicht ersichtlich.
[...]
Woran mir [..] liegt, ist, Sie darin zu bestärken, mit Nachdruck die rechtliche Überprüfung des Verfahrens und der Entscheidung der Bonner Philosophischen Fakultät voranzutreiben. Daß diese erhebliche – und erstaunliche – Mängel aufweisen, scheint mir nach den Unterlagen, die Sie mir übermittelt haben, unabweisbar zu sein."


Anatol Stefanowitsch: Von Plagiaten und dem Fortschritt der Erkenntnis, CARTA, 16.06.2012

"Und da fällt die Tatsache ins Auge, dass sich aktuell mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan erstmals eine Persönlichkeit mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert sieht, die für die institutionalisierte Wissenschaft in Deutschland von Bedeutung ist. Wenn Hinterbänkler/innen des Europaparlaments oder deutscher Landesparlamente, Politikberaterinnen und selbst ein Verteidigungsminister beim wissenschaftlichen Betrügen erwischt werden, berührt das die Wissenschaft nur am Rande."


Birgit Lahann: Absturz in plebejische Tiefen, Cicero Online, 05.06.2012

Der Werdegang von Margarita Mathiopoulos liest sich wie ein Leben magna cum laude. [...]
Und nun das. Der Absturz in plebejische Tiefen. Die Aberkennung des Doktortitels. Denn ohne Doktor keine Professur mehr. Weil sie abgeschrieben hat. Und das großzügig aus mehreren Publikationen. [...]
Wer bei der Internetplattform VroniPlag anklickt, der erlebt sein buntes Wunder. Da sehen zum Beispiel 20 farbig markierte – weil abgekupferte – Zeilen auf Seite 111 ihrer Doktorarbeit aus wie eine Skizze zu Gerhard Richters gemaltem 'Strip' mit seinen unzähligen waagerechten Regenbogenstreifen. Also viele Gedanken aus fremden Federn.
Sogar die Fußnoten hat sie in ihre Arbeit eingebaut. Das vor allem ist dreist. Denn da haben vor ihr fleißige Menschen quasi für sie geforscht. Und was sagte die Angegriffene, als die ersten Gerüchte auftauchten? Das seien 'bedauerliche Flüchtigkeitsfehler'. Na so was. Es sind über 320 Stellen, die beanstandet werden."


Wolfgang Michal: Wie war’s denn nun, Herr Trittin? Erzählen Sie mal…, CARTA, 03.06.2012

"Ja, ich kann sagen, ich bin dabei gewesen. Ich war dabei, als Joschka Fischer Ende der achtziger Jahre im Berliner Aspen-Institut transatlantisch ‘eingenordet’ wurde und Margarita Mathiopoulos, die Gastgeberin, noch ihren ehrgeizig erworbenen Doktortitel besaß, Thema: 'Amerika, das Experiment des Fortschritts'."


Stefanie Lipka/Robert Schulz: Doktor, Ehrenhalber, studi38.de, Ausgabe 9 (Sommersemester 2012) [ca. Juni 2012], S. 46-47

"Die Technische Universität Braunschweig ist bei der Vergabe der begehrten Ehrenwürden eigentlich recht sparsam. [...] Im Fall der gut vernetzten FDP-Frau Margarita Mathiopoulos ist man jedoch vorsichtiger. Der Honorarprofessorin an der TU Braunschweig wurde im April von der Uni Bonn der Doktortitel aberkannt, da gut die Hälfte ihrer Doktorarbeit plagiiert war. Da Mathiopoulos Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt hat, kann sie ihren Doktortitel vorerst weiter führen. 'Erst wenn die Rechtskräftigkeit der Aberkennung gerichtlich festgestellt ist, kann die TU die Bestellung zur Honorarprofessorin widerrufen', erklärt TU-Sprecherin Elisabeth Hoffmann. Wenn das zuständige Gericht nun ähnlich nachlässig ist wie einst Mathiopoulos' Doktorvater, bleibt sie also Doktorin und Honorarprofessorin in Braunschweig." (S. 47)

MaiBearbeiten

Ernst Elitz: Das große Klauen. Die Umsonst-Kultur eint Piraten und Politik. Die einen schreiben aus wissenschaftlichen Arbeiten ab, die anderen klauen Songs aus dem Netz, Sonntag Aktuell, 27.05.2012, S. 6

"Und schon sind wir bei der Abschreiberitis. Vom Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg bis zum Bundestagsabgeordneten [korrekt: MdEP ] Chatzimarkakis, von der Beinahe-SPD-Sprecherin Mathiopoulos bis zum Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden Graf sind alle Plagiatoren reif für eine Ehrenmitgliedschaft bei der Piratenpartei. Denn auch sie haben aus Eigennutz andere enteignet, ohne ihnen zumindest eine lobende Erwähnung in der Fußnote zuteilwerden zu lassen. Ein Vorschlag zur Güte: Die Plagiatoren sollten lebenslänglich ihrem Namen die Abkürzung Dr. plag. voranstellen müssen. Sie könnten sich mit dem begehrten Titel schmücken, aber es wäre offensichtlich, mit welch schrägen Mitteln sie ihn erworben haben."


Paul Köppen: Abschied auf Raten – Mathiopoulos darf (noch) lehren, speakUP. Studierendenzeitschrift der Universität Potsdam, 13.05.2012

"Auf den Entzug ihres Doktorgrades reagierte Mathiopoulos jedoch nicht mit einem Eingeständnis, sondern mit juristischen Mitteln: In einer Presseerklärung ihres Rechtsbeistandes hieß es, die Entscheidung sei 'Ergebnis eines unfairen und von blindem Eifer geprägten Verfahrens'. Der ganze Vorgang sei zudem 'unanständig'. Insofern würde man neben der Klage gegen den Beschluss auch erwägen, die Mitglieder des Fakultätsrates und des Promotionsausschusses persönlich haftbar zu machen 'wegen massiver Schädigung' der wissenschaftlichen Reputation Mathiopoulos‘.

Die Vermutung liegt nahe, dass vor diesem Hintergrund der Philosophische Fakultätsrat der Potsdamer Uni, der Mathiopoulos 2002 zur Honorarprofessorin am Historischen Institut ernannt hatte, zunächst vorsichtiger auf die Bonner Entscheidung reagiert hat. Am 9. Mai fasste man den Beschluss, dem Uni-Präsidenten den Entzug der Honorarprofessur für den Fall vorzuschlagen, dass die Aberkennung des Doktortitels rechtskräftig würde. Erst wenn also weitere juristische Instanzen bestätigen, dass bei der Promotion wirklich betrogen worden ist, wird Mathiopoulos ihren Potsdamer Titel verlieren. Das freilich kann Monate, schlimmstenfalls sogar Jahre dauern.

Eine solche Vorgehensweise ist zum Teil heftig kritisiert worden, in der Hamburger ZEIT war sogar von Scheinheiligkeit die Rede. Die Uni selbst reagierte auf derlei Reaktionen mit dem Hinweis, es gebe keine rechtliche Grundlage für einen Entzug der Honorarprofessur, solange das Bonner Widerspruchsverfahren nicht abgeschlossen ist. Offenbar lässt man sich in dieser Argumentation von dem Gedanken leiten, Mathiopoulos könne auch die Uni Potsdam verklagen – oder wegen einer Rufschädigung eben auch einzelne Personen in den zuständigen Gremien. Insofern erscheint die Behutsamkeit der Potsdamer – im Übrigen eine Kopie der Verfahrensweise der TU Braunschweig, die im selben Fall vor Tagen genauso entschieden hat – nachvollziehbar. Vorerst, heißt es seitens der Uni, wird Mathiopoulos ihren Lehrverpflichtungen weiter nachkommen. Das Gute ist, dass ja niemand Studierende zwingen kann, daran auch teilzunehmen."


Vera Pache: Unis gegen Zockertitel. Ein Jahr nach den Plagiatsaffären um Guttenberg ist an deutschen Universitäten einiges ins Rollen geraten: Die Promotion soll transparenter werden, DIE WELT, 12.05.2012, Nr. 19, S. 10

(auch u.d.T.: Neue Würde für den Doktor. Die vielen Plagiatsaffären haben die Unis bewegt: Die Promotion soll transparenter werden, Berliner Morgenpost, 01.07.2012, Nr. 26, S. S5)

"Acht Verfasser von auf Vroniplag untersuchten Dissertationen mussten seit dem Start der Plattform 2011 ihren Doktortitel wieder abgeben. Die Politikberaterin, Honorar- und Ehrenprofessorin Margarita Mathiopoulos ist das jüngste Beispiel. Am 18. April entzog ihr die Uni Bonn den Titel."


Sabine Menkens: (Kopfnoten:) Abschied nehmen, WELT ONLINE, 11.05.2012

"Note 4 Nach dem Verlust ihres Doktortitels droht der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos jetzt auch der Verlust ihrer Honorarprofessur an der Universität Potsdam. Der Fakultätsrat will ihr Titel und Tätigkeit entziehen, sobald die Aberkennung von der Universität Bonn rechtskräftig wird. Dagegen klagt Mathiopoulos noch. Der Ruf aber ist bereits ruiniert."


Rüdiger Braun: Universität wartet Kölner Gerichtsurteil ab. Mathiopoulos darf noch weiter lehren, Märkische Allgemeine, 11.05.2012

"'Es gibt derzeit keine rechtliche Grundlage für den Entzug der Honorarprofessur', sagt Uni-Sprecherin Birgit Mangelsdorf. Offenbar war die Fakultät in Sorge, dass Mathiopoulos auch gegen den Entzug ihrer Honorarprofessur klagen werde. Die Verfahrensdauer konnte das zuständige Verwaltungsgericht Köln-Bonn nicht einschätzen. Die durchschnittliche Verfahrensdauer beträgt dort knapp zehn Monate."


Jan Kixmüller: Uni Potsdam verabschiedet sich von Mathiopoulos. Universität will sich von Professorin trennen, Potsdamer Neueste Nachrichten, 11.05.2012, S. 25

"Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam hat am Mittwochabend beschlossen, Margarita Mathiopoulos aus ihrer Honorarprofessur zu verabschieden. Wie eine Sprecherin sagte, wird dem Präsidenten der Universität, der über Honorarprofessuren entscheidet, nun empfohlen, Mathiopoulos den Titel zu entziehen. Dies gelte für den Fall, dass die Entscheidung der Universität Bonn rechtskräftig wird."


Hermann Horstkotte: Unehrenhaft entlassen. Sollte Mathiopoulos ihren Doktortitel endgültig verlieren, will die Uni Potsdam sie nicht mehr als Honorarprofessorin, ZEIT ONLINE, 10.05.2012

"Der Vorratsbeschluss soll ein weiteres klares Zeichen für eine inzwischen 'gestiegene Sensibilität' gegenüber Plagiatoren sein, sagte der Dekan der Philosophischen Fakultät Johann Evangelist Hafner. [...]
Auf den ersten Blick erscheint all dies ganz konsequent. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt sich: Mathiopolous bekam ihre Honorarprofessuren nicht aufgrund ihrer guten Doktorarbeit oder weil sie so eine herausragende Forscherin ist, sondern weil man in Potsdam und Braunschweig Mathiopolous' gute Kontakte in Politik und Gesellschaft für sich nutzen wollte. [...]

Ihre Ernennung zur Honorarprofessorin 1995 fiel zusammen mit der 250-Jahrfeier der TU. Für dieses Fest spendierten die Bank und eine bankeigene Stiftung insgesamt 250.000 D-Mark, wie Uni-Sprecherin Elisabeth Hoffmann bestätigt. Bedenken wegen der plagiatsverdächtigen Doktorarbeit seien damals weggewischt worden, erinnert sich ein Mitglied der damaligen Berufungskommission, der Historiker Helmut Castritius.

[...] 2002 wurde die Beraterin auf Betreiben des Historikers Manfred Görtemaker Honorarprofessorin in Potsdam, wo sie bis heute unterrichtet. Die Uni träumte davon, neben der Stiftung Wissenschaft und Politik mit Hauptsitz in Berlin ein 'Potsdam Center for Transatlanic Security and Military Affairs' aufzuziehen. Man hoffte, über Mathiopoulos an Forschungsgelder aus dem Bundesverteidigungsministerium zu kommen, konkret vom Minister Rudolf Scharping. Aber der verlor Mitte 2002 sein Amt und der Geldsegen blieb aus.

Mathiopoulos hat die Gutachten für ihre Honorarprofessuren ins Internet gestellt, zum Teil aber auf Druck verschämter Autoren wieder zurückgezogen. Bei einem Blick auf die Empfehlungsschreiben renommierter Historiker und Sozialwissenschaftler ist festzustellen: Die Doktorarbeit hat darin höchstens eine Nebenbedeutung. Den Professorentitel jetzt allein von der längst verstaubten Dissertation abhängig zu machen, erscheint ziemlich scheinheilig. Es lenkt ab von den Problemen, die sich die Hochschulen mit der Verleihung der Honorarprofessuren selber eingebrockt haben."

Dazu ergänzende Forumsbeiträge (Rubrik "Leser-Kommentare"):

"Eine Stilfrage: Von dem Beschluss hat die Betroffene bzw. ihr Anwalt erst durch die Pressemitteilung (!) und Journalistenanrufe erfahren. [...]"
"[...] Von der 'Annahme' akademischer Unbescholtenheit gingen die Berufungskommssionen in Braunschweig und Potsdam eben nicht einfach aus. Sie fragten in Bonn nach, was es mit den notorischen Plagiatvorwürfen geegn [sic] die Diss. auf sich habe. Die Rückantwort der Uni Bonn: Unterm Strich alles in Ordnung!
Gern verzichteten die Nachfrager auf eine eigene Nachprüfung.
Dabei war zumindest mehreren Braunschweiger Kommissionsmitgliedern klar, dass Bonn 1991 gleichzeiitg [sic] die Causa M[athiopoulos] und die Diss. Ströker, zwischenzeitlich Philosophieprofessorin in Köln, überprüfte. Ströker erhielt – trotz unstreitig laufender Verstöße gegen Zitierregeln – einen (heute auch im Netz greifbaren) Freispruch. Ein damaliger Sachkenner fragt sich bis heute: Wie hätte das ausgesehen, Ströker durchzuwinken, aber M hängen zu lassen?!"

Weitere Medienberichte ähnlichen Inhalts auf der Basis der Presseinformation der Universität Potsdam vom 09.05.2012 bzw. darauf beruhenden Agenturmeldungen (dpa/ap):


Jan Kixmüller: Uni Potsdam verabschiedet sich von Mathiopoulos, Potsdamer Neueste Nachrichten, 10.05.2012

"Wie eien [sic] Sprecherin sagte, wird dem Präsidenten der Universität Potsdam nun empfohlen, Mathiopoulos den Titel der Honorarprofessorin zu entziehen. Die gelte für den Fall dass Entscheidung [sic] der Universität Bonn rechtskräftig wird. [...]
Mathiopoulos wird nach Angaben der Universität Potsdam nun ihrer Lehrverpflichtungweiter nachkommen, so lange der Beschluss der Uni Bonn nicht rechtskräftig ist. [...] Sie kam im Februar 2002 als Honorarprofessorin für US-Außenpolitik und Internationale Sicherheitspolitik an das Historische Institut der Uni Potsdam. Ihre Tätigkeit ist laut Wissenschaftsministerium Brandenburg unentgeltlich. Aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag geht hervor, dass Mathiopoulos seinerzeit vom Rektor der Hochschule – Wolfgang Loschelder – bestellt wurde. Die Landesregierung habe keine Anhaltspunkte, dass das Verfahren rechtlich fehlerhaft verlaufen sei, heißt es."


Universität Potsdam (Birgit Mangelsdorf/Sattler): Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam fasst Beschluss zur Honorarprofessur von Margarita Mathiopoulos (Medieninformation), Nr. 2012-086, 09.05.2012

"Frau Mathiopoulos ist seit 2002 Honorarprofessorin am Historischen Institut der Philosophischen Fakultät. 'Zum Zeitpunkt ihrer Bestellung hatte die Philosophische Fakultät die Stellungnahme des Promotionsausschusses der Universität Bonn zur Kenntnis genommen und sich nach einer kontrovers geführten Diskussion für die Bestellung von Frau Mathiopoulos entschieden', so Prof. Dr. Johann Hafner, Dekan der Philosophischen Fakultät. Der jetzige Bonner Beschluss über den Entzug des Doktortitels von Margarita Mathiopoulos wurde durch den Fakultätsrat in seiner heutigen Sitzung zur Kenntnis genommen. 'Wir vertrauen darauf, dass die Bonner Gremien die Plagiatsvorwürfe eingehend und sorgfältig geprüft haben.'
Daher hat der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät heute beschlossen, – für den Fall, dass die Bonner Entscheidung rechtskräftig wird – Frau Mathiopoulos aus der Honorarprofessur zu verabschieden und dem Präsidenten der Universität Potsdam zu empfehlen, ihr den Titel der Honorarprofessorin zu entziehen.
Auf Anfrage des Dekans erklärte Frau Mathiopoulos schriftlich, dass sie die damaligen gravierenden und durchgängigen Zitierfehler außerordentlich bedauere und seither in ihrer Arbeit mit Studierenden und in ihren Publikationen darauf geachtet habe, dass solche Fehler nicht wieder vorkommen. Frau Mathiopoulos wird ihrer Lehrverpflichtung weiter nachkommen."

(Anmerkung: Zur "Zitierfehler"-Thematik siehe auch diese Dokumentation: MMDoku/Wiederaufbereitung.)


Harald Jähner: Schavan sollte sich erklären, FR-ONLINE, 04.05.2012

"Jetzt kommt niemand mehr auf die Idee, Deutschland eine Gelehrtenrepublik zu nennen. Was wäre das auch für eine Mogelpackung! Erst wurde dem Freiherrn zu Guttenberg der Doktortitel aberkannt, dann den FDP-Politikern Silvana Koch-Mehrin und Georgios Chatzimarkakis, der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos, dem Berliner CDU-Fraktionschef Florian Graf.
Und nun gerät auch noch die politische Spitze der Wissensgesellschaft selbst ins Visier der Plagiatejäger, die Bildungsministerin Annette Schavan."


Aktham Suliman: Die Sehnsucht nach zwei Buchstaben. In der arabischen Welt könnte theoretisch von jedem an jeden der Titel verliehen werden, Sueddeutsche.de, 03.05.2012

"Ja es gibt sie wirklich, allen Zweiflern zum Trotz: Die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Arabern. Zumindest auf der akademischen beziehungsweise möchte-gerne-akademischen Ebene. Ob man Dominic oder Veronica und der Vater Edmund Stoiber heißt, ob adlige Wurzeln im Spiel sind wie bei Karl-Theodor zu Guttenberg, ob man einen FDP-Berater-Job betreibt wie Margarita Mathiopoulos. All das spielt keine Rolle. Wenn es um Plagiatsvorwürfe bei Doktortiteln geht, sind fast alle fast gleich – über die Staatsgrenzen hinweg. [...] Denn auch in der arabischen Welt wird die Seele oft fast erschlagen von der Sehnsucht nach den zwei Buchstaben mit dem Punkt am Ende: 'Dr.'"


Michael Gessat: Plagiatsvorwürfe gegen Annette Schavan (Webschau), DRadio Wissen, 03.05.2012

"Karl-Theodor zu Guttenberg, Silvana Koch-Mehrin, Margarita Mathiopoulos, Veronika Saß geb. Stoiber, Jorgo Chatzimarkakis, Bijan Djir-Sarai, Matthias Pröfrock, Florian Graf – das sind Politiker und Personen aus dem politischen Umfeld, die ein wenig ruhmvolles Kapitel in ihrer Karriere gemeinsam haben: Sie haben in ihren Doktorarbeiten plagiiert, und vor allem sie sind damit aufgeflogen."


Rasmus Buchsteiner: Ausgerechnet die Bildungsministerin, donaukurier.de, 03.05.2012

"Immer wieder sorgen Politiker-Promotionen für Kritik. Gerade erst hat Florian Graf, CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, selbst die Aberkennung seines Doktortitels beantragt. Zuletzt hatten einige FDP-Politiker mit Plagiatsaffären Schlagzeilen gemacht, darunter Jorge Chatzimarkakis, Margarita Mathiopoulos und Silvana Koch-Mehrin, die nach Bekanntwerden der Vorwürfe als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments zurücktreten musste."


Anja Kühne/Tilmann Warnecke: Schavan unter Verdacht, tagesspiegel.de, 03.05.2012

"Die Universität Potsdam hatte unlängst angekündigt zu prüfen, ob die Politikerin Margarita Mathiopoulos ihre Honorarprofessur behalten darf, nachdem die Uni Bonn ihr den Doktortitel entzogen hat – eine Entscheidung, gegen die Mathiopoulos klagen wollte."


Jonas Seesing: Plagiate unter Strafe?, radio96acht (Bonn), 02.05.2012

"Was verbindet den Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor zu Gutenberg, die Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin, die Beraterin Margarita Mathiopoulos und den Europaabgeordneten Jorgo Chatzimarkakis? Erst einmal gehört die Mehrheit der Freien Demokratischen Partei an, was an sich bemerkenswert erscheinen mag, worum es aber hier nicht geht: Denn vor allem wurde allen aufgrund von Plagiaten in ihren Dissertationen der Doktortitel aberkannt. Nicht gerade leicht hat es dabei die Universität Bonn mit ihren promovierten Absolventen, denn gleich beide letztgenannte hatten ihre Promotion hier erworben."


Charles McPhedran: Plagiarism joins political fray, The Australian, 02.05.2012

"The glamorous professor-entrepreneur is better known to the Berlin political insiders than to the general public. But two weeks ago, Mathiopoulos was written up in shrieking tabloid headlines. 'Mathiopoulosgate' is just the latest in a series of central European political scandals. [...] like several German politicians before her, Mathiopoulos is alleged to have plagiarised much of her 1987 doctoral thesis [...]

The foreign policy adviser is now suing the expert panel for making that ruling. In a statement, Mathiopoulos claimed the University of Bonn panel acted out of 'pure envy'. The policy aide is not giving public interviews. But a very close confidant told The Australian she's coping with the tabloid scrutiny. 'She was born into intrigue; it's nothing new,' the woman says. [...]
She is said to have plagiarised works in a variety of ways from not citing sources prominently enough through to outright theft without acknowledgment, VroniPlag's report claims. But those in the honorary professor's camp insist the group is persecuting her: 'This happens to her every 20 years. It's VroniPlag today; it'll be Orwell in 20 years. Gimme a break!'"


Marion Schmidt: Widerstand gegen Eid auf Doktorarbeit, Financial Times Deutschland, 01.05.2012

"Die Uni Bonn ist einigen Kummer mit ihren promovierten Absolventen gewöhnt. Einer verdingte sich vor wenigen Jahren als Promotionsvermittler und wurde wegen Bestechung von Professoren zu einer Haftstrafe verurteilt. Die Uni entzog ihm daraufhin seinen eigenen Doktortitel. [...] Und in der vergangenen Woche entzog die Uni der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos den Zusatz 'Dr.'. Sie hatte in ihrer Arbeit an 320 Stellen falsch zitiert."

AprilBearbeiten

dapd: Berlins CDU-Fraktionschef Graf gibt Doktortitel zurück, Der Westen, 27.04.2012

"[...] "In jüngster Vergangenheit gab es bundesweit mehrere Plagiatsaffären von Spitzenpolitikern. In den Reihen der FDP war der 'Doktorschwund' besonders hoch. So wurde zuletzt den liberalen Europapolitikern Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis sowie dem Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai und der Parteiberaterin Margarita Mathiopoulos der akademische Grad aberkannt."


Christiane Schulzki-Haddouti: Transparenz gegen Plagiate: Der Erfolg ist messbar, evangelisch.de, 25.04.2012

"Der Fall Mathiopoulos ist nach dem Entzug der Doktorwürde der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin der bislang interessanteste. Denn die Arbeit der Politikberaterin ist bereits seit 1989 umstritten. Damals bedauerte Mathiopoulos 'Flüchtigkeitsfehler' und ihr renommierter Doktorvater an der Universität Bonn sah den 'Kern der geistigen Leistung nicht beeinträchtigt'.
Nachdem auf Vroniplag zahlreiche weitere Fundstellen dokumentiert worden waren, erkannte die Hochschule allerdings eine 'neue Sachlage' und entzog ihr den Titel. Mathiopoulos wäre auch die erste, [die] damit ihren Professorentitel verlieren würde. Denn die Technische Universität Braunschweig plant ihre Honorarprofessuren zu widerrufen, falls der Titel rechtskräftig verloren ginge. Bis dahin könnte noch etwas Zeit verstreichen, da sie vor dem Verwaltungsgericht die Entscheidung anfechten will. Diese sei 'rechtswidrig, weil sie sich gegen die nichtaufhebbare Entscheidung des eigenen Fakultätsrats vom 30. Januar 1991' wende."


lyr. (d.i. Lydia Rosenfelder, geb. Harder): Doktortitel, cum tempore, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22.04.2012, Nr. 16, S. 9

"Die Prüfung dauerte und dauerte, fast ein ganzes Jahr. Jetzt hat die Uni Bonn beschlossen, der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos den Doktortitel zu entziehen. [...] [1991] wurde die Arbeit schon einmal geprüft und der Titel nicht aberkannt. Da gab es aber noch kein Vroniplag. Die Internettplattform hatte den Anstoß für die abermalige Untersuchung gegeben."


Internet: Das wird gesucht, Welt Kompakt, 20.04.2012, Nr. 78, S. 27

"Suchanfragen bei Google zeigen, worüber Menschen nachdenken und welche Themen sie beschäftigen. Hier sind die Top Ten der Google-Suchbegriffe, deren Häufigkeit in Deutschland am Donnerstag [19.04.] am schnellsten gewachsen ist.

1. Islamkonferenz
2. Raul
3. Margarita Mathiopoulos
[...]"


Uwe Kalbe: Ratgeberin. Margarita Mathiopoulos, schillernde Plagiatorin, Neues Deutschland, 20.04.2012

"Die bis dahin [1987] journalistisch arbeitende Frau wählte nach dem gescheiterten Experiment mit der Sozialdemokratie den indirekten Weg zur Macht, nämlich in die Denkzentralen von Instituten, Universitäten und Stiftungen, wo sie sich als Vortragsreisende, Gast- und Honorarprofessorin einen Namen machte – zu den Themen transatlantischer Außen- und Sicherheitspolitik. Ihre Doktorarbeit, in der sie einen Vergleich politischen Denkens in den USA und Europa anstellte, war hierfür wohl eine gute Grundlage. Dass diese nun als Plagiatssammlung identifiziert ist, mag für die Stanford University, das Aspen-Institut und auch mehrere deutsche Hochschulen nachträglich peinlich sein. [...]
Die FDP, deren Mitglied und Ratgeberin Margarita Mathiopoulos mittlerweile ist, hat mehrere Fälle zu den sich häufenden Plagiatsfällen in der deutschen Politik beigesteuert. Der Partei ist es wohl kein Trost, dass der jüngste um ein Haar der SPD auf die Füße gefallen wäre."


Yang Fan/AP: 波恩大学再撤销一政客博士头衔, Epoch Times (epochtimes.com), 20.04.2012 (Google-Übersetzung)

"[...],德国似乎掀起了一股论文审查潮,不少政客被卷入论文抄袭案。日前,自民党政治顾问玛缇奥普鲁斯(Margarita Mathiopoulos)的博士头衔被波恩大学撤销。[...] 同时,律师建议玛缇奥普鲁斯确认一下,波恩大学是否应为给其带来的名誉损失负责。"


Areti Kotseli: Government Advisor Margarita Mathiopoulos’ Doctorate Rescinded Due to Plagiarism, Greek Reporter, 20.04.2012

"The Greek-German professor of Political Sciences is only one of the many 'victims' of VroniPlag, which has been investigating the authenticity of doctorates written by eminent German politicians and scientists for the last two years."


Michael Gardner: Political advisor loses doctorate after a web plagiarism probe, University World News, 20.04.2012, Nr. 218

Its 40-page final report lists 320 occurrences of plagiarism in the thesis. According to Paul Geyer, dean of the philosophy faculty, these are not coincidental but are the result of 'willful deceit'.
The university has now stripped Mathiopolous of her doctoral title. The universities of Brunswick and Potsdam have announced that she also has to resign her honorary professorships at these institutions."


Nikos Chilas: "Λογοκλόπος" η Μ. Μαθιοπούλου. Το πανεπιστήμιο της Βόννης της αφαίρεσε τον διδακτορικό τίτλο με το αιτιολογητικό της αντιγραφής, Το Βήμα (tovima.gr), 19.04.2012 (Google-Übersetzung)

"Τέτοιες λογοκλοπές, σύμφωνα με την οργάνωση Vroniplag, που διερεύνησε παράλληλα το θέμα, βρέθηκαν στο 47% των σελίδων της διατριβής. 'Τα έκλεψε σχεδόν όλα' ήταν ο τίτλος της εφημερίδας 'Süddeutsche Zeitung'. Και ανάλογα χαιρέκακα ήταν τα σχόλια και άλλων μέσων ενημέρωσης."


Советника немецких либералов лишили ученой степени, Lenta.ru (Moskau), 19.04.2012 (Google-Übersetzung)

"Матиопулос собирается обжаловать это решение в административном суде. Она считает, что решение факультета противоречит принятому ранее. В январе 1991 года факультет уже проверял ее диссертацию на плагиат и не нашел оснований для отзыва ученой степени. Новая проверка началась после разоблачений на сайте VroniPlag, специализирующемся на поиске плагиата."


Government advisor stripped of doctorate. A high-profile professor and former advisor to the German foreign minister has been stripped of her doctorate after it was found to be largely plagiarised, The Local, 19.04.2012

"Now Mathiopoulos joins the ranks of German political figures to be stripped of their doctorates for cheating in their theses – a group infamously led by former Defence Minister Karl-Theodor zu Guttenberg whose disgrace led to his resignation."


Hermann Horstkotte: Uni betreibt Selbstschutz mit Titelentzug für Mathiopoulos, ZEIT ONLINE, 19.04.2012

"Ihr akademischer Lehrer Bracher zählt zu den Begründern der demokratischen Politikwissenschaft in der frühen Bonner Republik und war an der Uni eine unangreifbare Respektsperson. Deshalb traute sich damals kein Kollege, den Daumen über seine Meisterschülerin zu senken. Die Saubermänner von heute trauen sich das jetzt aus reiner Angst vor VroniPlag und der davon gesteuerten öffentlichen Meinung."

Dazu ergänzende Forumsbeiträge (Rubrik "Leser-Kommentare"):

"Ein beteiligter Potsdamer Professor erläutert mir die Verleihung der Honorarprofessur an Mathiopoulos so: Sie hatte ihren Wohnsitz von Hannover (nahe Braunschweig) nach Berlin verlegt und nun in dieser Region als Honorarprofessorin wirken wollen. Für die junge Uni Potsdam erschien die gewinnende Dame ein reizvoller Zugewinn: Sie war unter anderem für beste Kontakte ins Bundesverteidigungsministerium bekannt, und die Uni versprach sich über sie Aufträge auf dem Felde der Sicherheitsforschung. Das 'süße Gift der Macht' war (und ist?) also auch eine Verlockung in der 'Berliner Republik' – wenngleich die Uni Potsdam (auch durch Ministerwechsel) in ihren Erwartungen bezgl. BMVg eher enttäuscht wurde ..."
"[...] Im übrigen erklärten Potsdamer Professoren mir schon vor der Bonner Entscheidung, dass Mathiopoulos die Lehre höchstesn [sic] auf Sparflamme betreibe. In braunschweig [sic] ruht ihre Lehre seit dem WEggang [sic] nach Berlin/Potsdam ohnehin."
"[...] Der Uni Bonn war bis zur Information durch ZEIT ONLINE am Freitag von der Publikation nichts bekannt. Ihr Rechtsberater Prof. Dr. Gärditz mailt uns dazu:
'Weder von mir noch von der Fakultät wurde jedoch das Einverständnis erteilt, irgendwelche Schriftwechsel aus dem betroffenen Verwaltungsverfahren zu veröffentlichen.'
Mit der Löschung fallen auch wieder mitveröffentlichte Gutachten und Stellungnahmen zur Honorarprofessur unter den Tisch. Dabei bleibt es das Geheimnis der Professorin, wer ihr wohl die damaligen Empfehlungen/Verwaltungsakten zugespielt hatte. Was wiederum ein Indiz dafür sein kann, dass die ganze Hochschulgeschichte um M. mit der bemühten Silbenstecherei und Plagiatkriterien von Vroniplag – und den sich DARAUF BESCHRÄNKENDEN Nachforschungen der Uni – überhaupt nicht erfassen lässt. Wer vielmehr einen Skandal sucht, findet ihn allenfalls unter Anrechnung aller Umstände."
(Anmerkung: Der auf der Homepage von Margarita Mathiopoulos am 18.04.2012 veröffentlichte Schriftverkehr zwischen ihren Anwälten und der Universität Bonn war entgegen der Annahme des Verfassers unter einer anderen Linkadresse weiterhin zugänglich: [1].)

Thomas Kliemann: Geistiges Eigentum – Neue Spielregeln, General-Anzeiger (Bonn), 19.04.2012

"Doktor weg, Reputation dahin. Deutlicher konnte ein Votum gegen Täuschung im Wissenschaftsbetrieb und Raub geistigen Eigentums nicht ausfallen. Die Universitäten haben getan, was zu erwarten war. Es geht um wissenschaftliche Standards und den Forschungsstandort Deutschland. Dort die Regularien aufzuweichen, hätte die Integrität der Hochschulen untergraben.
Einen wichtigen Effekt der Maßnahmen nennt der Dekan der Philosophischen Fakultät an der Bonner Universität, Paul Geyer: Die Entscheidung, Margarita Mathiopoulos wegen nachgewiesener Täuschung in ihrer Dissertation den Doktortitel zu entziehen, habe Signalwirkung für alle Menschen, die an Dissertationen arbeiten und in der Wissenschaft tätig sind. Soweit der Bereich der universitären Hygiene und wissenschaftlichen Anständigkeit."


Günther Marx: Der Lack ist ab, Märkische Oderzeitung, 19.04.2012

"Wer auch nur ein wenig in der Biographie der Margarita Mathiopoulos blättert, dem drängt sich ein zwiespältiger Eindruck auf: So beeindruckend die Liste ihrer Studien, Studienorte und der anschließenden vielen Karrierestationen ist, so stellt sich doch die Frage, wie das alles in ein Leben passt, das mehr als nur eine blendende Oberfläche sein will.
[...] Jetzt ist es amtlich, der schöne Titel futsch, der Ruf ruiniert. Kein Einzelfall, wie Guttenberg und Co. belegen. Aber einer, der wie schon beim fränkischen Grafen wegen seines Glamourfaktors heraussticht."


Weitere Medienberichte ähnlichen Inhalts auf der Basis der Presseinformation der Universität Potsdam vom 18.04.2012 bzw. darauf beruhenden Agenturmeldungen:


Joachim Riecker: Die Universität Potsdam prüft jetzt, ob sie der Politikberaterin auch ihre Honorarprofessur entzieht, Märkische Allgemeine, 19.04.2012

"Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät gab gestern unmittelbar nach der Bonner Entscheidung bekannt, dass man bis zur nächsten Sitzung am 9. Mai prüfen wird, ob ihr auch die Honorarprofessur entzogen wird."


Jan Kixmüller: Vorsätzliche Täuschung. Die Potsdamer Honorarprofessorin Margarita Mathiopoulos verliert wegen Plagiats ihre Doktorwürde, Potsdamer Neueste Nachrichten, 19.04.2012, S. 11

"Margarita Mathiopoulos gibt am Historischen Institut der Uni Potsdam Lehrveranstaltungen, zuletzt über die Rolle Deutschlands bei der Finanz-, Banken- und Schuldenkrise. [...] Ihre Tätigkeit ist laut Wissenschaftsministerium Brandenburg unentgeltlich. Aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag geht hervor, dass Mathiopoulos seinerzeit vom Rektor der Hochschule – Wolfgang Loschelder – bestellt wurde. Die Landesregierung habe keine Anhaltspunkte, dass das Verfahren rechtlich fehlerhaft verlaufen sei, heißt es. Mathiopoulos, die seit 2002 die FDP berät, war Mitgründerin der European Advisory Group (EAG), die Sicherheitsberatung auch im militärischen Bereich anbietet. Für die Unternehmensgruppe Aspide soll sie nach Informationen der Brandenburger CDU-Fraktion für das libysche Gaddafi-Regime Verträge für den Bau von Windkraftanlagen vermittelt haben."

(Anmerkung: Zum letzten Satz des Artikels erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2012, S. 11, eine "Gegendarstellung" von Margarita Mathiopoulos vom 26.04.2012 sowie in der vom 24.05.2012, S. 11, eine "Richtigstellung" der Redaktion.)


Universität Potsdam (Birgit Mangelsdorf/Sattler): Universität Potsdam prüft Entzug der Honorarprofessur von Margarita Mathiopoulos. Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät wird am 9. Mai 2012 Beschluss fassen (Medieninformation), Nr. 2012-062, 18.04.2012

"Prof. Dr. Johann Hafner, Dekan der Philosophischen Fakultät erklärt dazu: 'Frau Mathiopoulos ist seit 2002 Honorarprofessorin am Historischen Institut der Philosophischen Fakultät. Zum damaligen Zeitpunkt hat die Fakultät die Stellungnahme des Promotionsausschusses der Universität Bonn zur Kenntnis genommen und nach einer kontrovers geführten Diskussion sich für ihre Bestellung entschieden. Der jüngste Bonner Beschluss hat der Entscheidung von 2002 die Grundlage genommen.' Der Entzug des Doktortitels durch die Philosophische Fakultät der Universität Bonn dokumentiert, dass die für eine Honorarprofessur vorausgesetzten 'hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen'(vgl. § 53 Abs.1 Brandenburgisches Hochschulgesetzt) zu einem wesentlichen Teil nicht vorgelegen haben. Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät wird am 09.05.2012 die Begründung der Bonner Kollegen genau ansehen und darüber befinden, ob die Aufrechterhaltung der Honorarprofessur unter den gegebenen Umständen gerechtfertigt ist oder ob Frau Mathiopoulos aus ihrer Funktion verabschiedet wird. [...] Im Sommersemester 2012 verantwortet Frau Mathiopoulos Lehrveranstaltungen zum Thema: 'Die Rolle Deutschlands bei der Finanz-, Banken- und Schuldenkrise 2007 bis 2012'. Frau Mathiopoulus hat keinerlei Ämter an der Universität Potsdam inne."


Peter Eckardt (Goslar) (d.i. vermutl. [2]): Spätes Eingeständnis eines Fehlers (Leserbrief), Braunschweiger Zeitung, 18.04.2012

"Die TU Braunschweig will nach einer Presseerklärung die Honorarprofessur von Margarita Mathiopoulos gegebenenfalls widerrufen. Ein spätes Eingeständnis eines Irrtums. Die Erklärung der TU, dass 'es (1995) allerdings ausschließlich positive Gutachten zu ihrer Eignung' gegeben habe, entspricht nicht der Wahrheit. Schon 1989 wurden nicht nur von Andreas Falke (Universität Erlangen) erhebliche Plagiatsvorwürfe an der Dissertation der damaligen Nord-LB-Mitarbeiterin geäußert.
Man sollte der TU Braunschweig den Rat geben, akademische Ehrentitel wirklich nur an Personen mit ausgewiesenen wissenschaftlichen Leistungen zu verleihen [...]."


Klaus J. Schwehn: Margarita Mathiopoulos und Willy Brandts Rücktritt, Suite101.de, 18.04.2012

"Vor 25 Jahren hat die Griechin in Bonn Geschichte geschrieben – und dort ist ihr nun der von Karl Dietrich Bracher verliehene Doktor-Titel aberkannt worden."


Weitere Medienberichte unterschiedlichen Umfangs aber ähnlichen Inhalts auf der Basis der Pressemitteilung der Universität Bonn vom 18.04.2012 bzw. darauf beruhenden Agenturmeldungen (AFP, dpa, dapd), u.a.:


Manuel Bewarder/Florian Kain: FDP-Beraterin Mathiopoulos verliert ihren Dr., Berliner Morgenpost, 18.04.2012

"Weitere Plagiatsfunde hätten eine 'neue Sachlage ergeben', begründete die Hochschule diesen Schritt. Damit droht der Politikerin auch das Ende ihrer Professorenkarriere: Die Universität Potsdam und die Technische Universität Braunschweig hatten angekündigt, die Honorarprofessuren zu widerrufen, wenn Mathiopoulos rechtskräftig ihren Doktortitel verlieren würde."


Manuel Bewarder: FDP-Beraterin Mathiopoulos verliert Doktortitel, WELT ONLINE, 18.04.2012

"Doch Mathiopoulos will die Entscheidung der Bonner Uni nicht auf sich sitzen lassen. Ihre Anwälte kündigten gleich nach der Verkündung an, man werde vor dem Verwaltungsgericht klagen. Die Entscheidung sei 'rechtswidrig, weil sie sich gegen die nicht aufhebbare Entscheidung des eigenen Fakultätsrats vom 30. Januar 1991 wende', heißt es in der Erklärung. [...]
Mit dem Fall Mathiopoulos ist die Auseinandersetzung um Plagiate von Politikern endgültig in ihre zweite Phase eingetreten: Nach Hochschulen, die bei Promotionen ja selbst nicht Unbeteiligte sind, werden nun unabhängige Gerichte über die Fälle entscheiden."


otr (d.i. Oliver Trenkamp)/son/fln/dpa: Uni Bonn entzieht Mathiopoulos den Doktortitel, SPIEGEL ONLINE, 18.04.2012

"Die wohl langwierigste Plagiatsaffäre Deutschlands geht in die nächste Runde: Die Uni Bonn erkennt Margarita Mathiopoulos ihren Doktorgrad ab – und revidiert eine Entscheidung, die zwei Jahrzehnte zurückliegt. Die FDP-Beraterin will gegen den Entzug klagen.
[...] 'Die Entscheidung des Fakultätsrats ist unbegründet und rechtswidrig', teilten ihre Anwälte mit. Sie sei das Ergebnis eines 'unfairen und von blindem Eifer geprägten Verfahrens'. Die Anwälte schlossen nicht aus, eine persönliche Haftung der Uni-Ermittler prüfen zu lassen – 'wegen massiver Schädigung' des wissenschaftlichen Rufs ihrer Mandantin."


Thomas Kliemann: Uni Bonn erkennt Margarita Mathiopoulos Doktortitel ab, General-Anzeiger (Bonn), 18.04.2012

"[...] Dieses Urteil [Brachers von 1989] und ein weiteres, das 1991 zwar von gravierenden Mängeln sprach, jedoch keine Täuschungsabsicht registrierte, ist gestern revidiert worden. 1991 hatte man 13 Prozent kritischer Plagiatstellen in der Dissertation gefunden, die Plattform 'VroniPlag' enthüllte im vergangenen Jahr 46 Prozent Plagiat-Anteil. Die neueste Studie der Universität Bonn listet nun in ihrem 40-seitigen Abschlussbericht 320 Stellen auf, die, so Dekan Paul Geyer, nicht zufällig in die Arbeit kamen, sondern als 'vorsätzliche Täuschung' gewertet werden müssen."


Sara Bamberg: Entzug des Doktortitels, radio96acht (Bonn), 18.04.2012

"Da das geltende Verwaltungsrecht zulässt Fehlentscheidungen zu beheben, konnte die Entscheidung von 1991 aufgehoben werden. Die 13 % Plagiat [sic], die schon 1991 aufgefallen waren, hätten eigentlich damals schon zur Aberkennung des Doktortitels führen müssen. Natürlich ist es heute durch die technischen Hilfsmittel viel leichter als damals Plagiat nachzuweisen, aber das Versäumnis von 1991 hat dazu geführt, dass für die Universität Bonn zusätzlich Schaden entstanden ist."

(Anmerkung: Zum Erkenntnisstand 1991 über den Plagiatsanteil (18 Seiten oder 5,1 %) siehe auch diese Visualisierung).


Marcus Berinski/Henner Euting: Margarita Mathiopoulos ohne Doktorgrad, uni-bonn.TV (Podcast) bzw. YouTube, 18.04.2012

"Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn entzieht Margarita Mathiopoulos den Doktortitel. Der Fakultätsrat hat den Beschluss des Promotionsausschusses bestätigt. uni-bonn.tv zeigt hier Bekanntgabe und Erläuterung der Entscheidung des Fakultätsrates vom 18. April 2012."


Carsten Lenz: Wieder ein Dr. weniger, WDR (Lokalzeit Bonn), 18.04.2012 (Video)

"Die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos verliert ihren Doktortitel. Das gab der Fakultätsrat der Universität Bonn jetzt bekannt. Zuvor hatten die Internet-Plagiatsjäger von 'Vroniplag' angeblich auf jeder zweiten Seite der Dissertation Abschriften entdeckt."


RAUE LLP: Schriftverkehr Universität Bonn – RAUE LLP, via mathiopoulos.de, 18.04.2012

Veröffentlichung von Schriftverkehr 2011/12, Gutachten 1994/95 bzw. 2002 sowie Gutachten und anderen Dokumenten der ersten Bonner Untersuchung 1990/91:

  • Schreiben an Prof. Dr. Paul Geyer vom 29.02.2012 (PDF)
  • Anlagenkonvolut 1 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
    • [S. 01-02:] Schreiben Keipert (30.04.1991)
    • [S. 03-05:] Stellungnahme Knütter (18.01.1991)
    • [S. 06-07:] Vermerk Schwarz (16.01.1991)
    • [S. 08-16:] Gutachten Hildebrand (08.04.1990)
    • [S. 17-26:] Kommissionsbericht "Mathiopoulos" (undatiert [1991])
    • [S. 25-18:] Auszug aus Fakultätsratsprotokoll (undatiert [1991])
  • Anlage 2 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
  • Anlage 3 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
  • Anlage 4 zum Schreiben vom 29.02.2012 (XLS)
  • Anlagenkonvolut 5 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
    • [S. 01-22:] Sendemanuskript Rezension Stürmer (1988)
    • [S. 23-25:] Foreword Craig (1989)
    • [S. 26-27:] Rezension Weidenfeld (1988)
  • Anlage 6 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
  • Anlage 7 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
  • Anlage 8 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
  • Anlagenkonvolut 9 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
    • [S. 01-06:] Gutachten Wittkämper (1994)
    • [S. 07-10:] Gutachten Hacke (2002)
    • [S. 11-16:] Gutachten Lompe (1994)
    • [S. 17-23:] Laudatio Görtemaker (2002)
  • Anlagenkonvolut 10 zum Schreiben vom 29.02.2012 (PDF)
    • [S. 01-03:] Schreiben Kanzlei RAUE an Universität Bonn (22.12.2011)
    • [S. 04-06:] Schreiben Kanzlei RAUE an Universität Bonn (07.02.2012)
  • Schreiben von Dekan Prof. Dr. Paul Geyer vom 12.04.2012 (PDF)
  • Schreiben an Prof. Dr. Gerhard Blickle vom 16.04.2012 (PDF)

RAUE LLP (Wolfgang Kuhla/Jan Hegemann): Presseerklärung für unsere Mandantin Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, via mathiopoulos.de, 18.04.2012

"Die Entscheidung des Bonner Fakultätsrats vom 18. April 2012, unserer Mandantin den Doktortitel zu entziehen, ist rechtswidrig, weil sie sich gegen die nicht aufhebbare Entscheidung des eigenen Fakultätsrats vom 30[.] Januar 1991 wendet: Mit diesem Akt arbeitet die Universität Bonn gegen sich selbst." (S. 1)

"Die Entscheidung ist Ergebnis eines unfairen und von blindem Eifer geprägten Verfahrens [...]" (S. 2)

"Unsere Mandantin wird vor dem Verwaltungsgericht Klage einreichen." (S. 2)

"Die Fakultät hat Prof. Dr. Mathiopoulos seit Veröffentlichung anonymer Plagiatsvorwürfe auf der Website 'VroniPlag' ein faires Verfahren einschließlich einer persönlichen Anhörung systematisch verweigert." (S. 2)

"Das Verfahren war unanständig." (S. 3)

"Prof. Dr. Mathiopoulos hat an keiner Stelle ihrer Arbeit verschwiegen, wenn sie für ihre Darstellungen fremde Quellen nutzte. Sie hat nicht getäuscht!" (S. 3)


Universität Bonn: Margarita Mathiopoulos verliert ihren Doktorgrad. Wissenschaftliches Fehlverhalten nachgewiesen (Pressemitteilung), 18.04.2012

"Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn entzieht Margarita Mathiopoulos den Doktortitel. Das hat der Fakultätsrat in seiner heutigen Sitzung bestätigt. Das Gremium bekräftigt damit den entsprechenden Beschluss des Promotionsausschusses vom 2. April 2012, der zur Untersuchung der Dissertation eine Arbeitsgruppe eingesetzt hatte.
[...] Der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät hat nunmehr festgestellt, dass die Entscheidung von 1991 aus heutiger Sicht objektiv rechtswidrig war und daher aufgehoben werden konnte.
[...] Maßgeblich für die Entscheidung war, dass die Prüfer in der Dissertation 'Amerika: das Experiment des Fortschritts. Ein Vergleich des politischen Denkens in Europa und in den USA' in zahlreichen Fällen aus anderen wissenschaftlichen Arbeiten entlehnte Passagen fanden, die nicht als wörtliche Übernahmen gekennzeichnet waren. So fanden sich in der Arbeit über 320 Stellen, in denen die Originalquelle systematisch nicht ordnungsgemäß zitiert wurde. Teilweise wurden längere Passagen anderer Quellen mit nur geringen Modifikationen wörtlich abgeschrieben, teilweise wurde die Übernahme fremder Texte zusätzlich durch eine irreführende Zitierweise verschleiert. Auf Grund der systematischen und breit angelegten Vorgehensweise steht aus der Sicht der entscheidenden Gremien fest, dass es sich nicht um bloße Versehen, sondern um vorsätzliche Täuschungen über die wissenschaftliche Urheberschaft handelt."


Bonner Presseblog: Entscheidung im Fall Mathiopoulos, 17.04.2012, 16:41

"Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn entscheidet am Mittwoch, 18. April 2012, über die Plagiatsvorwürfe gegen Dr. Margaritha [sic] Mathiopoulos. Ob die Politikwissenschaftlerin ihren Doktortitel behalten kann oder ob er ihr entzogen wird, darüber wird der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät am frühen Mittwochnachmittag befinden. Dekan Prof. Dr. Paul Geyer hat angekündigt, um 16 Uhr im Großen Dozentenzimmer, Universitäts-Hauptgebäude (1. Stock), eine Erklärung abzugeben. Außerdem wird der juristische Berater der Philosophischen Fakultät im Fall Mathiopoulos, der Bonner Jurist Prof. Dr. Klaus Gärditz, die Entscheidung erläutern."


Weitere Medienberichte sehr ähnlichen Inhalts auf der Basis der SPIEGEL ONLINE-Vorabmeldung vom 15.04.2012:

  • Mathiopoulos droht Verlust der Honorarprofessuren, dapd, 15.04.2012, 10:50 AM GMT
  • (Hero Zero:) Zero: Margarita Mathiopoulos ("Die Politik-Beraterin muss wegen Plagiatsverdacht bei ihrer Doktorarbeit um ihre Honorarprofessuren bangen. Entscheidung: Mittwoch"), B.Z., 16.04.2012, S. 2
  • Mathiopoulos: Widerruft Uni ihre Professur?, Potsdamer Neueste Nachrichten, 16.04.2012, S. 9
  • son: Plagiatsfall in der FDP. Mathiopoulos droht Verlust der Honorarprofessuren, SPIEGEL ONLINE, 16.04.2012
  • Ohne Dr. kein Prof., DER SPIEGEL, Nr. 16/2012 (16.04.2012), S. 17
  • Verlust der Professuren, Thüringische Landeszeitung, 16.04.2012, S. 2

Margarita Mathiopoulos (FDP) droht der Verlust ihrer beiden Honorarprofessuren, SPIEGEL ONLINE, 15.04.2012

"Grund ist die anstehende Entscheidung des Bonner Fakultätsrats, der diese Woche klären soll, ob die Politikerin in ihrer Doktorarbeit plagiiert hat oder nicht. [...] Die Technische Universität Braunschweig will eine bestehende Honorarprofessur widerrufen, falls die Universität Bonn Mathiopoulos den Doktorgrad rechtskräftig aberkennen sollte. Das gleiche Vorgehen hat die Universität Potsdam angedeutet."


Yiannis Efstratiou: Η λογοκλοπή και τα ελληνικά γονίδια, Η Αυγή (avgi.gr), 06.04.2012 (Google-Übersetzung)

"O ιστότοπος Vroni.Plag.Wiki.com, που πρωτοστατεί στην αποκάλυψη των λογοκλοπών, υπολογίζει ότι 46% των σελίδων της διατριβής της Μαθιοπούλου περιέχουν αποσπάσματα από ξένες εργασίες χωρίς βιβλιογραφικές παραπομπές. Να θυμίσουμε ότι στο ξεκίνημα της καριέρας της η Μαθιοπούλου προκάλεσε την παραίτηση του Βίλι Μπραντ από την προεδρία του SPD, όταν ο παλαίμαχος σοσιαλδημοκράτης ηγέτης πρότεινε την 31χρονη ακομμάτιστη πολιτική επιστήμονα για τη νεοσύστατη θέση εκπροσώπου Τύπου του κόμματος. Να λοιπόν που τα ελληνικά γονίδια εκδηλώνονται σε γερμανικό έδαφος."


Philipp Theisohn: Literarisches Eigentum. Zur Ethik geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter. Essay, Stuttgart 2012, S. 16 [Erscheinungstermin: 04.04.2012]

"Althusmann, Chatzimarkakis, Djir-Sarai, Esterhazy, Hegemann, Koch-Mehrin, Lindner, Mathiopoulos, Pröfrock, Saß, Tellkamp, Zaimoğlu, zu Guttenberg etc.: In einer uns zuvor unbekannten Frequenz sind in den vergangenen zwei Jahren etliche Namen an uns vorbeigezogen, nicht alle zu Recht, manche mit Sicherheit zu Recht. (Und dadurch, dass sie an dieser Stelle alle vereint und unkommentiert wieder nebeneinander auftauchen, wird diese Ungerechtigkeit natürlich fortgeschrieben.) Geht man in die Einzelanalyse, so werden sich da erwartungsgemäß Frechheiten neben Missverständnissen, Grenzfälle neben Eindeutigkeiten, unhaltbare Anschuldigungen neben unverhohlenem Vorsatz finden – und wie sich die genannten Kategorien dann letztendlich verteilen, ist nicht selten auch eine Frage der Perspektive und der Sympathie."

MärzBearbeiten

Hubertus Volmer: "Tittensozialismus": Als Brandt die Brocken hinwarf, n-tv.de, 23.03.2012

"[...] Parteisprecherin wurde Margarita Mathiopoulos am Ende natürlich nicht, was ihrer weiteren Karriere allerdings keinen Abbruch tat. Fünfzehn Jahre nach Brandts Rücktritt entschied sie sich doch noch für eine Partei: Sie trat in die FDP ein. Ihre Dissertation, an der es bereits 1989 Zweifel gab, wird derzeit von der Universität Bonn geprüft. Eine Entscheidung soll am 18. April fallen."


Peter Mühlbauer: Aus dem Schönheitsfehler wird ein Systemproblem. VroniPlag ertappt den ersten Karriereprofessor, Telepolis, 16.03.2012

"Was haben Georgios Chatzimarkakis, Margarita Mathiopoulos und Loukas Mistelis gemeinsam? Antwort: Gewisse 'Anleihen', die sie in ihren Doktorarbeiten machten und die nun via VroniPlag öffentlich wurden oder gerade werden. Bisher waren die dort ertappten Plagiatoren insofern eher kleine Fische, als ihnen der Doktortitel vor allem als Schmuck diente. Dies galt auch für Margarita Mathiopoulos, die zwar eine Honorarprofessur für US-Außenpolitik und Internationale Sicherheit an der Universität Potsdam inne hatte, aber hauptsächlich in politischen Zusammenhängen von sich Reden nachte."


Cem Akalin: Ein Gelehrter von Weltrang. Dem Politikwissenschaftler ging es stets um engagierte Aufklärung und kühle Analysen, General-Anzeiger (Bonn), 13.03.2012, S. 19

"Für Generationen von Politologie-Studenten war das Institut Am Hofgarten 15 schlicht das 'Bracher-Seminar'. Der Wissenschaftler von Weltrang erhielt immer wieder Rufe zu Universitäten in Harvard, Washington, Florenz und anderen Hochschulen, doch Karl Dietrich Bracher blieb, bis auf einige Gastprofessuren, stets in Bonn. Heute wird der Politikwissenschaftler und Zeithistoriker 90 Jahre alt. [...]
Rund 120 Schüler hat er promoviert, unter ihnen auch Margarita Mathiopoulos, gegen die Plagiatsvorwürfe erhoben werden. Doch Bracher findet ihre Arbeit nach wie vor 'gut lesbar'. Bracher: 'Das ist keine glückliche Entwicklung, wenn jetzt Buchstabe für Buchstabe verglichen wird.' [...]"


FDP-Politiker Djir-Sarai verliert seinen Doktortitel, dapd, 05.03.2012, 6:13 PM GMT

"[...] Zuletzt hatte eine Reihe von Politikern ihren Grad verloren. Den beiden FDP-Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis war der Doktortitel schon im vergangenen Jahr aberkannt worden. Im Fall der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos will die Universität Bonn am 18. April entscheiden. dapd/fwa/nik"


Nina Baumann: Ein Jahr nach der Plagiats-Affäre um Doktorarbeit von Guttenberg: Die Abschreiber im Karriere-Check; Margarita Mathiopoulos, FOCUS Online, 01.03.2012

"Derzeit geht die Hochschule davon aus, dass der Promotionsausschuss seine Entscheidung zu Beginn des Sommersemesters im April fällt. Medienberichten zufolge stehen die Chancen von Mathiopoulos aber schlecht: Der Ausschuss soll für die Aberkennung gestimmt haben."

FebruarBearbeiten

RAUE LLP (Wolfgang Kuhla): Schreiben an Prof. Dr. Paul Geyer, via mathiopoulos.de, 29.02.2012

"[...] Die Mandantin strebte danach, diesen ihrer Arbeit anhaftenden Makel zu beseitigen, und bot der Kommission daher an, dass sie die Arbeit noch einmal kritisch überprüft und um fehlende Nachweise ergänzt. Die Mitglieder der Kommission haben dieses Angebot dieser [sic] Mandantin zwar zur Kenntnis genommen. Sie haben aber erklärt, dass sie dieses Vorgehen für entbehrlich halten.
Die Universität Bonn hat uns zu Beginn des Verfahrens im vergangenen Jahr eine Kopie des Verwaltungsvorgangs überlassen, der das Verfahren 1990/91 zum Gegenstand hat. In diesem Verwaltungsvorgang findet sich bedauerlicherweise kein Protokoll der Anhörung vom 24. Januar 1991. Wir gehen einstweilen davon aus, dass unsere Darlegungen zum Verlauf des Anhhörungstermins am 24. Januar 1991 unstreitig bleiben werden. [...]
Das von unserer Mandantin im Jahr 1991 unterbreitete Angebot ist von Bedeutung für das anhängige Verfahren. Wäre die Universität damals auf das Angebot eingegangen, so gäbe es jetzt keine Grundlage für Beanstandungen mehr." (S. 7 f.)

"Wir haben die von der Arbeitsgruppe der Promotionskommission im Tabellenwerk dargestellten Plagiatsvorwürfe Wort für Wort überprüft. Die von der Arbeitsgruppe getroffenen Feststellungen erschöpfen sich letztlich in einer unreflektierten Übernahme der Feststellungen und Wertungen der anonymen Internettplattform VroniPlag." (S. 8 f.)

"Resümierend ist festzuhalten, dass eine gewichtige Anzahl der Beanstandungen nicht Ergebnis einer eigenständigen Prüfung der beauftragten Wissenschaftler der Arbeitsgruppe ist, sondern auf einer unbesehenen Übernahme der Darstellungen von VroniPlag beruhen. Es gleichermaßen überraschend, enttäuschend wie ärgerlich, dass sich Wissenschaftler so 'vor den Karren' einer anonymen Internetplattform spannen lassen und dabei sehenden Auges die Vernichtung der wissenschaftlichen und beruflichen Reputation unserer Mandantin in Kauf nehmen." (S. 14)

"Wir beantragen,

die Bestätigung des Beschlusses des Promotionsausschusses abzulehnen und das Verfahren einzustellen.

Ferner beantragen wir,

die Mandantin und den Unterzeichner in der Sitzung des Fakultätsrats am 18. April 2012 anzuhören." (S. 17)

(Namen des Tages) MARGARITA MATHIOPOULOS. Die Tatkräftige. Griechen beschimpfen bringt nichts, findet die Ex-Politikerin – und wirbt um Taten, Handelsblatt, 29.02.2012, Nr. 43, S. 63

"Werner Hoyer, der Chef der Europäischen Investitionsbank, hat ihr aus dem Herzen gesprochen, als er einen Marshallplan für Griechenland forderte. Und Finanzminister Wolfgang Schäuble, der appellierte, man dürfe Griechenland nicht aus der EU verlieren. In solchen Momenten hat die ehemalige FDP-Politikerin und Unternehmensberaterin Margarita Mathiopoulos das Gefühl, es geht in die richtige Richtung.
Sie findet: 'Wir dürfen die Menschen in Griechenland nicht für korrupte Politiker bestrafen.' Und freut sich, wenn auch andere aus Politik und Wirtschaft dafür werben. Nur schnell genug geht es ihr nicht. Deswegen geht sie selbst mit konkretem Beispiel voran. Ganz nach dem Motto: Besser investieren als helfen.
Mathiopoulos, die in Deutschland zuletzt mit Diskussionen über die Zitierweise in ihrer Promotion Aufsehen erlangte, hat den Übergang von der Politikerin zur Geschäftsfrau geschafft. Das Netzwerk Aspide, für das Mathiopoulos als CEO arbeitet, berät Regierungen und Unternehmen weltweit bei Investments in schwierigen Umfeldern. [...] spr"


Thomas Kliemann: Weniger Schlupflöcher. Unis setzen auf Anti-Plagiat-Software. Aber eine Wunderwaffe ist das nicht, General-Anzeiger (Bonn), 27.02.2012, S. 3

(auch u.d.T.: Anti-Plagiat-Software ist keine Wunderwaffe, General-Anzeiger Online, 26.02.2012)

"Laut Pressestelle der Uni Bonn sind Plagiat-Fälle sehr selten. Vor Jahren hat etwa ein Professor der Philosophischen Fakultät die Arbeit einer Studentin unter seinem Namen veröffentlicht. Spektakulärer ist der Fall des FDP-Europapolitikers Jorgo Chatzimarkakis, der Mitte 2011 seinen Doktortitel verlor. Noch in der Schwebe ist der Fall der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos. Nach einer Vertagung will die Universität Bonn am 18. April entscheiden, ob Mathiopoulos ihren Titel verliert.
Beide ehemalige Bonner Doktoranden tauchen im Rahmen einer 'kritischen Untersuchung' der Plattform VroniPlag Wiki auf, die in Gestalt von Bar-Codes plagiatverdächtige Stellen dokumentiert."


Entscheidung vertagt, General-Anzeiger (Bonn), 27.02.2012, S. 3

"Die Honorarprofessorin und FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos muss nach neuen Plagiatsvorwürfen (die ersten Zweifel stammen von 1989) die Aberkennung ihrer Dissertation durch die Universität Bonn befürchten. [...] Im Dezember 2011 verdichtete sich die Erkenntnis, dass die Aberkennung des Doktorgrades zu erwarten sei. Die Entscheidung darüber wurde aber auf Antrag ihres Anwalts auf den 18. April vertagt."


Jan Friedmann/Oliver Trenkamp: Titel fürs Türschild. Ein Jahr nach dem Rücktritt Guttenbergs tun sich die Universitäten schwer mit dem Kampf gegen Plagiate – zu viele Akademiker promovieren, DER SPIEGEL, Nr. 9/2012 (27.02.2012), S. 34-36

"Warnende Beispiele gibt es genug, nach Guttenberg verloren weitere bekannte Möchtegerndoktoren ihren Titel: die FDP-Politiker Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis sowie Veronica Saß, die Tochter von Edmund Stoiber, die derzeit wie Koch-Mehrin gegen den Entzug des Titels klagt. Im April will der Rat der Philosophischen Fakultät in Bonn über die Arbeit der FDP-Politikerin Margarita Mathiopoulos befinden, der Promotionsausschuss empfahl bereits, den Titel abzuerkennen." (S. 34)


Andreas Falke: Ein bislang ungelöstes Problem. Zum Artikel "Aufschub für Margarita Mathiopoulos" (Leserbrief), General-Anzeiger (Bonn), 25./26.02.2012, S. 31

"Als einer der ersten, der auf die Plagiatsproblematik der Doktorarbeit von Margarita Mathiopoulos hingewiesen hat, kann ich mir nur wundern, wie lange sich die Diskussion hinzieht. Die Amerika-Studien, die wichtigste Zeitschrift der deutschen Amerikaforschung, hat schon 1991 die Problematik der Arbeit dargelegt, ohne dass die für VroniPlag segensreichen Suchmaschinen zur Verfügung standen. Die damalige Entscheidung der Bonner Universitätist nicht nachvollziehbar. Diese Dissertation hat sich zu einem großen Problem für die Bonner Universität entwickelt, deren Präsident sich gerne in der vordersten Front der Plagiatsbekämpfung sieht. Prof. Dr. Andreas Falke, Bonn"

(Anmerkung: Siehe auch die Rezension des Verfassers: Rezension Falke 1989)


Landtag Brandenburg (5. Wahlperiode): Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 1792 des Abgeordneten Steeven Bretz (CDU-Fraktion), Drucksache 5/4587: Umgang der Landesregierung mit Mitarbeitern des Historischen Instituts der Universität Potsdam – hier: Frau Prof. Dr. M. M., Drucksache 5/4786 [Eingang der Anfrage: 16.02.2012, Antwort: 21.02.2012]

"Frage 1: Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung/Universität Potsdam über die Dissertation von Frau Prof. Dr. M. M. mit dem Titel 'Amerika: das Experiment des Fortschritts. Ein Vergleich des politischen Denkens in Europa und in den USA' vor?
Zu Frage 1: Die Prüfung der Plagiatsvorwürfe durch die Universität Bonn fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich der Landesregierung." (S. [3])

"Frage 10: Wie wurde Frau Prof. Dr. M. M. für ihre Lehrveranstaltungen an der Universität Potsdam von Februar 2002 bis zum SS 2007 finanziell entschädigt?
Zu Fragen 9 und 10: Die Tätigkeit als Honorarprofessorin erfolgte nach Auskunft der Universität Potsdam unentgeltlich. Die Erfüllung der Pflicht gem. § 53 Abs. 3 Satz 2 BbgHG, regelmäßig Lehrveranstaltungen durchzuführen, begründet im Übrigen keinen Vergütungsanspruch." (S. [5])

"Frage 12: Wird Frau Prof. Dr. M. M. nach einer möglichen Aberkennung ihres Doktortitels weiter ihre Tätigkeit als Honorarprofessorin des Historischen Instituts an die Universität wahrnehmen dürfen? Wenn nein, welche Voraussetzungen für eine Aufrechterhaltung der Honorarprofessur würden entfallen?
Zu Frage 12: Gesetzliche Voraussetzung für die Bestellung zum Honorarprofessor ist gem. § 53 Abs. 1 Satz 1 BbgHG u. a., dass hervorragende wissenschaftliche Leistungen vorliegen. Eine Promotion ist nicht zwingend erforderlich. Gemäß § 53 Abs. 2 BbgHG in Verbindung mit § 7 der Honorarprofessorensatzung der Universität Potsdam vom 17. November 2010 kann der Präsident allerdings einen Honorarprofessor oder eine Honorarprofessorin verabschieden, wenn durch das Verhalten der Honorarprofessorin oder des Honorarprofessors das Ansehen der Hochschule verletzt worden ist." (S. [5 f.])


Aufschub für Margarita Mathiopoulos. Die Entscheidung über Plagiatsvorwürfe gegen die FDP-Beraterin soll erst Mitte April fallen, General-Anzeiger (Bonn), 14.02.2012, S. 10

"Die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos hat kurz vor der Entscheidung über die Aberkennung ihres Doktortitels Aufschub erhalten. Die Uni Bonn verlängerte die Frist, damit die Wissenschaftlerin eine Stellungnahme abgeben kann, wie die Hochschule mitteilte. Ursprünglich sollte der Beschluss vergangenen Mittwoch fallen. Jetzt will der Fakultätsrat am 18. April entscheiden. Eigentlich war der Verlust des Titels schon so gut wie sicher. Der Promotionsausschuss hatte sich in seinem Votum dafür ausgesprochen. In letzter Instanz muss aber der Fakultätsrat urteilen. [...] Den Anstoß für die neue Überprüfung hatte die Internet-Plattform 'VroniPlag' gegeben. Demnach enthalte die Arbeit zahlreiche wörtlich übernommene Textstellen, die nicht als solche gekennzeichnet seien. Mathiopoulos promovierte bei dem renommierten Bonner Politologen Professor Karl Dietrich Bracher. ap/dpa"


otr (d.i. Oliver Trenkamp) /dapd: Akademischer Titelkampf. Stoiber-Tochter klagt ihren Doktor ein, SPIEGEL ONLINE, 07.02.2012

"Sie haben mittlerweile 18 Doktorarbeiten auf ihrer Plattform VroniPlag dokumentiert, darunter so prominente Fälle wie den der FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin und der Langzeit-Plagiatsverdächtigen Margarita Mathiopoulos. Doch benannt haben die Plagiatsjäger im Netz ihre Seite nach der Autorin der ersten Dissertation, die sie in akribischer Arbeit dort überprüften: Veronica Saß, genannt Vroni."

(Anmerkung: Es sind 17 Doktorarbeiten und eine Habilitationsschrift (Ut), siehe Übersicht.)

(Anmerkung: Änderung am 08.02.2012: "Sie haben mittlerweile 17 Doktorarbeiten und eine Habilitationsschrift auf ihrer Plattform VroniPlag dokumentiert, darunter so prominente Fälle wie den der FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin und der Langzeit-Plagiatsverdächtigen Margarita Mathiopoulos.")

JanuarBearbeiten

Weitere Medienberichte sehr ähnlichen Wortlauts auf der Basis der Pressemitteilung der Universität Bonn vom 27.01.2012 bzw. einer darauf beruhenden Agenturmeldung (dapd):

  • Personalien, General-Anzeiger (Bonn), 28.01.2012, S. 2
  • Kampf um den Doktortitel, Kölnische Rundschau, 28.01.2012, S. 2
  • Neue Westfälische, 28.01.2012
  • Universität vertagt Rat, Rhein-Zeitung, 30.01.2012, S. 16
  • Plagiatsverdacht: Entscheidung vertagt, Rhein-Zeitung, 01.02.2012, S. 20
  • Fall Mathiopoulos erneut von Uni Bonn vertagt, Potsdamer Neueste Nachrichten, 03.02.2012, S. 10

Mathiopoulos gewinnt Schonfrist in Plagiatsaffäre, dapd, 27.01.2012, 4:31 PM GMT

"Die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos hat kurz vor der Entscheidung über die Aberkennung ihres Doktortitels Aufschub erhalten. Die Universität Bonn verlängerte die Frist, damit die Wissenschaftlerin eine Stellungnahme abgeben kann, wie die Hochschule am Freitag mitteilte. Ursprünglich sollte der Beschluss am kommenden Mittwoch fallen. Jetzt will der Fakultätsrat am 18. April entscheiden. Eigentlich war der Verlust des Titels schon so gut wie sicher. Der Promotionssausschuss hatte sich in seinem Votum dafür ausgesprochen. In letzter Instanz muss aber der Fakultätsrat urteilen. Die Potsdamer Honorarprofessorin berät die FDP seit 2002 in außenpolitischen Fragen."


Universität Bonn: Plagiatsverdacht: Entscheidung vertagt. Philosophische Fakultät räumt Mathiopoulos auf Bitten ihres Anwalts Fristverlängerung ein (Pressemitteilung), 27.01.2012

"Die Entscheidung über die Aberkennung des Doktortitels der unter Plagiatsverdacht stehenden Dr. Margarita Mathiopoulos verzögert sich. Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn räumt ihr für die Abgabe einer Stellungnahme eine Fristverlängerung ein. Die Fakultät entspricht damit einer Bitte von Mathiopoulos’ Anwalt. Die ursprünglich für den 1. Februar geplante Befassung des Fakultätsrates soll nun in seiner ersten Sitzung im Sommersemester am Mittwoch, 18. April 2012, stattfinden. Das hat der Dekan der Fakultät, Professor Dr. Paul Geyer heute mitgeteilt."


Michael Kolkmann: Lässt uns das Internet verblöden? KONTRA – Nicht das Internet ist das Problem!, Scientia Halensis. Das Magazin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 27.01.2012; auch in: Scientia Halensis, Nr. 1/2012, S. 19 (PDF)

"Klar ist auch: Das Internet macht Betrug einfacher. Die Beispiele zu Guttenberg, Koch-Mehrin, Charismakis [sic!] und Mathiopoulos haben aber gezeigt, dass es auch einfacher geworden ist, Plagiatoren auf die Spur zu kommen. Dafür sollten gerade wir in der Wissenschaft sensibilisiert sein."


(bau:) Mensch Bonn! l Fans des Kurznachrichtendienstes, General-Anzeiger (Bonn), 10.01.2012, S. 16

"Andreas Archut freut sich dieses Jahr ganz besonders auf den Rosenmontagszug: Die Universität wird mit einem eigenen Wagen dabei sein – zum ersten Mal in der Bonner Geschichte, wie der Uni-Sprecher begeistert berichtete. Rektor Jürgen Fohrmann erfüllt damit ein Versprechen, das er vor längerer Zeit Marlies Stockhorst, der Präsidentin des Festausschusses Bonner Karneval, gegeben hat. Der Wagen soll einem Kopierer nachempfunden sein. Denn das ironische Motto der jecken Akademiker lautet: 'Studiere geht öwe kopiere'. Zu denen, die darüber nicht lachen können, dürfte Margarita Mathiopoulos gehören. Der Promotionsausschuss der Uni will der FDP-Beraterin den Doktortitel entziehen, weil sie in den 80er Jahren bei ihrer Dissertation gemogelt haben soll. Zwei Dutzend Leute werden nun auf dem Original-Karnevalswagen mitfahren. Um die zu finden, hat Uni-Sprecher Archut auch Facebook benutzt: 'Jetzt besteht die Wagenbesatzung unter anderen aus Studenten aus karnevalsfreien Zonen wie Berlin und Kroatien.'"


Verliert Mathiopoulos Titel?, radio96acht (Bonn), 06.01.2012

"Margarita Mathiopoulos könnte ihren Doktortitel verlieren. Der Promotionsausschuss der Universität Bonn hat dem Fakultätsrat empfohlen, der FDP-Angehörigen den Doktortitel abzuerkennen. [...]
Mathiopoulos hat nun Zeit, sich zu den Vorwürfen zu Äußern. Im Februar wird der Fakultätsrat entscheiden, ob die Politikwissenschaftlerin, die auch als Honorarprofessorin tätig ist, ihren Titel behalten darf oder nicht."


Joel Berger: Talmud und Tora verbieten, fremdes geistiges Eigentum unter eigenem Namen zu veröffentlichen, Jüdische Allgemeine, 05.01.2012

"Inzwischen nehmen Webseiten wie 'PlagiPedi Wiki' und 'VroniPlag Wiki' die schriftlichen Arbeiten von Politikern und Personen des öffentlichen Lebens kritisch unter die Lupe. Der freidemokratischen Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin wurde wegen 'copy – paste' der Doktorgrad abgesprochen, sie klagt dagegen. Der FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis und die Tochter des CSU-Politikers Edmund Stoiber, Veronica Saß, verloren ihren akademischen Grad. Auch der ehemaligen SPD-Sprecherin Margarita Mathiopoulos soll der Doktortitel wegen Plagiats nach Angaben der Bonner Universität abgesprochen werden."


Universität Bonn: Antworten auf häufig gestellte Fragen: Plagiatsfälle, Facebook, 03.01.2012, 05:58

"Welche prominenten Fälle von Plagiatsvorwürfen gibt es derzeit an der Uni Bonn?
Der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn hat die Dissertation von Dr. Margarita Mathiopoulos einer erneuten Überprüfung unterzogen. Die Doktorarbeit aus den 80-er Jahren wurde bereits Anfang der 90-er Jahre einer stichprobenartigen Überprüfung unterzogen, die damals zwar handwerkliche Mängel offenbart hatte, aber keine Verfehlungen, die zur Aberkennung des Doktortitels geführt hätten. Den Anstoß für die erneute Revision hatte die Internetplattform VroniPlag gegeben. Frau Dr. Mathiopoulos hat im Rahmen der Revision Gelegenheit erhalten, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Die abschließende Entscheidung über den Fall trifft der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät voraussichtlich im Februar 2012."

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